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Traumfähre und Flash

Traum:
Inzwischen erhielt ich eine Mail von Schorli, der sich die Mühe machte, einen aktuellen Traum von mir zu illustrieren, um dadurch die Anhäufung schwarzer Planeten sichtbar zu machen. Ergänzt wird dies durch analytische Ausarbeitungen zu dem Traum.

Erst einmal bin ich überrascht, dass er sich einem Traum von mir so eingehend zuwendet. Außerdem bin ich erstaunt, dass er die Idee mit dem Bild zum Traum aufgreift. Step by Step malte er eine (T)Raumfähre. Dieses Bild ergänzte und erweiterte er, indem er meine Gedanken zum Traum, die ich ihm jeweils schrieb, auf bildhafte Weise in die Raumfähre hineinmalte. Sobald er weitere Informationen dazu bekam, malte er auch diese Informationen hinzu – entweder als Form- oder als Farbgebung. Des weiteren fügte er Planetenspuren in das Bild ein. Dabei sehen die Planeten wie auf das Papier gestempelt aus – wie ein Abdruck der Erdkugel, wobei stets ein Teil ausgelassen scheint – vielleicht ist es aber auch ein großes Meer, dort wo die Lücke ist.
Die unterschiedlichen Traumsymbole ordnete er entweder den schimmelgrünen oder den schwarzen Planeten zu und verlängerte dementsprechend die jeweilige Planetenbahn. Ebenso verfuhr er mit den Aussagen einer Traumarbeit, indem er die darin vorkommenden Symbole ebenfalls den beiden Planetenfarben zuordnete.
Ja, ich bin von diesem bildhaften Ergebnis begeistert! Es ist gleich auf den ersten Blick sehr aussagekräftig.

So führen von der Raumfähre zwei Spuren fort: eine kürzere schimmelgrüne und eine lange schwarze gestempelte Planetenbahn. Ich muss scrollen, um der schwarzen Planetenspur mit dem Blick zu folgen. Das ergibt ein dynamisches Bild. Und während mein Blick nach unten geht, scrollt es wie von selbst weiter. Dabei sehe ich den Scrollbalken rasant schrumpfen. Wo wird das enden? Es scheint eine sehr lange Bahn zu sein? Es ist erschreckend, denn ich hatte nicht die leiseste Ahnung davon, das der Anteil schwarzer Planeten so hoch ist!

Schorli schreibt, er selbst sei überrascht und auch sehr angetan von dem Eindruck, den der so entstandene Film hinterlasse. Das Erleben erinnere ihn an die Heiratsmeditation, die er einst gemacht habe. Heiratsmeditation? Davon habe ich noch nie gehört?!
Ich überlege, ob dies ein richtiger Film ist, oder ob Schorli einfach einige Bilder aneinander reihte?
Mitten auf dem Bild ist ein kleines Comic-Hexlein auf einem Hexenbesen zu sehen. Der Hintergrund steht still, das Hexlein saust dahin ohne sich aus dem Mittelpunkt zu entfernen! Dadurch erfahre ich, dass es ein Stillstand im Raum ist, der gleichzeitig mit einem Sausen durch die Zeit verbunden ist. Dies erkenne ich deutlich an den wehenden Haaren des Hexleins. Tatsächlich hat es etwas Kontemplatives, dieses zentrierte und doch bewegte Bild zu betrachten.
Anfangs war ich voller Sorge gewesen, da mir das Ausmaß der Anhäufung schwarzer Planeten bisher nicht bewusst gewesen war. Dieses nun erlebe ich als einen positiven Effekt dieser Sache.

Ganz am unteren Ende des Bildes befindet sich mittig eine kleine Comicfigur. Es ist ein kleiner Junge, der auf einer hydraulisch verstärkten Sprungfeder hüpft.. Er trägt ein gelbes T-Shirt mit einem großen T auf dem Vorderteil. Dazu ein rotes Baseballcap. Diese Comicfigur ist das Logo der Flash-Software, die Schorli für die Erstellung dieses Filmes verwendete. Für mich ist dieser Hinweis sehr hilfreich, denn nun weiß ich, dass es ein Flash-Film ist, der da abläuft, auch wenn es ursprünglich einmal Einzelbilder waren.

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