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Es schneit!

Traum:
Zu Beginn unklare Erinnerung, zum Ende hin klar.
In der Küche, gemeinsam mit Bekannten, vermutlich weiblich. Gerade entdecke ich, dass Moina becherweise Wasser in eine Geschenktasche füllt, die am Küchenwagen hängt. Die Tasche ist nur gefalzt und es tropft reichlich aus den Nähten. Ich bin genervt, pausenlos lässt sie sich neuen Unfug einfallen. Ich versuche meinem Unmut Ausdruck zu verleihen, werde aber von niemanden gehört.

Mike will dann zur Arbeit, ist etwas spät dran und versucht einer entfernten Kollegin, die sich in diesem Gebäude aufhält, aus dem Weg zu gehen, damit diese nicht sieht, dass er noch zuhause ist. Er möchte sich von mir verabschieden. Moina nimmt gerade die Gitarre aus der Hülle und ist im Begriff, darauf zu springen. Oje, die Gitarre könnte brechen, die Satien könnten reißen! Mir ist es zuviel, ich werde ständig abgelenkt.
Wir gehen vor die Haustür, zur dortigen Bushaltestelle und schauen auf den Fahrplan. Mike ist begeistert. Bornheim, wenn ich dort Arbeit fände… „Die S-Bahn fährt jetzt häufiger – S6. Da möchte ich Dich sehen…“, sagt Mike erfreut. „Da wärest Du unter sechs Stunden unterwegs. Das ist doch toll für Dich!“ Seine Begeisterung ist mitreißend und ich freue mich mit, ohne zu wissen, worüber genau ich mich nun eigentlich freue.
Mike zieht mich dann vom Hausflur in ein offenstehendes, im Halbdunkel liegendes Zimmer, nimmt mich fest in die Arme, küsst mich und streichelt meinen Kopf. Als ein junger Mann die Treppe hinunter kommt, drehe ich mich so, dass ich von Mike verdeckt werde. Ich habe keine Lust darauf, gesehen zu werden. Dann macht sich Mike auf den Weg.

Das große Haus ist voller Menschen; unzählige Stimmen schwirren durch die Räume. Eigentlich wollte ich zurück in die Küche gehen, aber Moina spielt in ihrem Zimmer – es liegt einige Räume weiter – und so entscheide ich mich, dorthin zu gehen, um sie beaufsichtigen zu können. Leise ziehe ich die Tür zu und… aaahh, es ist so gut, endlich kehrt Ruhe ein! Moina spielt unter dem Bett, so höre ich. Da werde ich mich hier in aller Ruhe ankleiden, das Zimmer gründlich aufräumen und anschließend weitersehen, wie sich die Lage im Haus entwickelt hat. Ich fühle mich überraschend gut mit dieser spontanen Planung. Ich trete ans Dachfenster. Ja, seit Tagen hatte ich den Vorhang nicht geöffnet. Nun will ich Licht reinlassen. Ich ziehe die hell-fröhlichen Vorhangbahnen beiseite. Oh, ich hatte ganz vergessen, dass die Rollos die ganze Zeit heruntergelassen waren. Ein sanfter Zug, der helle Stoff rollt leise hoch und gibt die Sicht in den noch dunklen Morgen frei. Auf dem Dachfenster liegt weicher Schnee! Und viele dicke weiche Flocken rieseln. Ooooh, es schneit! Wie wunderbar, wie wundervoll! Ich werde wie von einer heiligen Wärme durchrieselt und fühle mich sehr nah bei mir. Dezemberschnee!

Verwandter Traum:
Laterne mit grünem Wasser

Link:
Schnee – Gedicht

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