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Zwei Polizeibeamte am Bahnhof

Traum III:
Am Bahnhof. Mike und ich treten in einen Warteraum. Es ist ein Warteraum aus alter Zeit und dementsprechend unbelebt; fast wie stillgelegt. Einzig ein Polizeibeamter – er trägt eine olivgrüne Uniformhose und einen dunkelblauen Strickpulli – nimmt gerade auf einer Sitzbank Platz. Mike setzt sich fast zeitgleich neben ihn und hört dem Beamten konzentriert zu. Dieser sagt nämlich: „Wenn Sie beim nächsten Mal zum Kiosk gehen, während ich gerade Pause habe, bringen Sie mir doch bitte gleich ein Brot mit! Dann kann ich mir diesen Weg sparen und Sie können sich mal zwei Euro verdienen!“
Nun hatte ich erwartet, Mike würde diese Aussage für einen Scherz halten und dementsprechend humorvoll reagieren! Aber es ist ganz anders: Mike wirkt ernst und fast wie tief betroffen, so als sei diese eine sehr ernste Angelegenheit, der man sich pietätvoll nähern müsse. Mit einem solch heiligen Ernst habe ich Mike noch nie gesehen! Es ist fast nicht zu glauben und ich schaue Mike wieder und wieder an. Nebenbei bemerkt: er trägt die gleiche Kleidung wie der Polizeibeamte. Und dann erst erkenne ich meinen Irrtum: Der Mann, der sich neben den Beamten setzte, das ist gar nicht Mike, sondern ein Polizeikollege! Mike muss in dem Augenblick, da ich meine Aufmerksamkeit auf den Polizisten richtete, in eine andere Richtung gegangen sein, ohne dass ich es bemerkte. Stattdessen folgte dieser andere Polizeibeamte! Na so was; deshalb also dieser ungewöhnliche Ernst! Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn Mike die Dinge derart ernst nehmen würde.

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