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Fürsorgliche Geiselnehmer

Traum:
In der Küche der Älteren. Ich sitze vor dem Tisch, auf der Bank unter der Dachschräge. Mir gegenüber sind zwei Handwerker. Einer, der kleine von Beiden, sitzt mir gegenüber am Tisch; der andere steht neben ihm. Der Kleinere von Beiden hat eine leicht gelbliche Haut (vielleicht ist seine Leber nicht in Ordnung), schwarze Haare und schwarze Augen. Er schaut aus wie der Geiselnehmer vom Grundbergsee. Der größere Handwerker, sein Kumpan, könnte ebenfalls ein Geiselnehmer sein, aber das fühlte sich eher wie eine Fehleinschätzung an, so unbescholten wirkt er. Ich sitze ziemlich weich und warm, denn neben und unter mir liegen das Federbett, mein Kopfkissen und ein zusammengelegtes Laken. Es ist angenehm und gemütlich, und ich entspanne mich wohlig, schließe die Augen und sinke genüsslich zusammen. Der kleine Handwerker/Geiselnehmer sagt zu seinem Kollegen, sie müssten darauf achten, dass ich nicht von der Bank rutsche, stürze und mir weh tue. So behalten sie mich im Auge, und wähnen mich inzwischen schlafend. Ich blinzele, ganz kurz und vorsichtig nur, zwischen die Augenlider hindurch. Ach, es ist soo herrlich, so viel Fürsorge zu erfahren! Diese besorgte Aufmerksamkeit vermittelt ein Gefühl wohliger Geborgenheit. Ich möchte es gerne noch etwas genießen und stelle mich weiter schlafend. Die Männer achten auf mich, teilen einander ihre Sorge um mich mit, sobald ich mich auch nur einen Zentimeter bewege. Irgendwann entscheiden sie sich, etwas zu arbeiten. Die Gelegenheit ist wohl auch günstig, da sie meine Lage als stabil betrachten. So verbringe ich einige Zeit halb dösend, halb schlafend. Irgendwann kommen die beiden Männer zurück. Noch stelle ich mich schlafend, aber ich fühle mich inzwischen angenehm erholt. Es hat mir alles so gut getan! Jetzt wäre es wieder an der Zeit zum Wachwerden, und ich sollte wieder stark und aktiv sein, mein Leben wieder in die Hand nehmen.

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