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Abflug

Traum:
Ein kleines Passagierflugzeug startet am Rande einer Wohnsiedlung. Ich sitze quer zur Flugrichtung; dabei mehr nach hinten gerichtet – also zum Cockpit hin. Hier gibt es keine Fenster. Ich drehe mich um, spüre die Dehnung im Rücken und sehe die Fenster neben den Sitzreihen weiter vorn. Alle Fensterscheiben sind voller Tränen. Der Himmel ist strahlend blau. Das Flugzeug hebt ab, steigt steil an. Die Startbahn ist relativ kurz, so erinnere ich mich. Mit einem Male verliert das Flugzeug deutlich an Höhe, wir sinken und ich überlege, dass wir – die wir hier hinten im fensterlosen Bereich sitzen – im Falle einer Bruchlandung, davon völlig überrascht werden dürften. Es gibt keine Zeit zur Vorbereitung. Aber es wäre eh etwas Unausweichliches, und unser Ende zudem. Sich darauf noch innerlich vorzubereiten, wäre sowieso unser letztes Tun, und so verliert diese Möglichkeit völlig an Bedeutung. Langsam entspanne ich mich, wende den Blick nach innen. Da gewinnt das Flugzeug spürbar an Höhe. Vielleicht geht ja doch alles gut.

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