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Kaspar-Theater im Erdhügel

Traum vom 5. Dezember 2009

Als ich am Nachmittag mit Moina und Kwabina im Erdhügel eintreffe, fragt Da Vinci, warum ich die Kinder mittags nicht zum Kasperletheater brachte. Links von mir ist ein großes Fenster. Im Fenster hängen zwei Kasperlefiguren. Wunderschön sind sie gestaltet, mit feuerroten Samtanzügen, weißen Kräuselkragen und samtigen Gesicht mit langer dünner Nase aus hellem polierten Holz. Oje! Am Morgen hatte ich noch angekündigt, die beiden Kinder zur Kasperlevorstellung zu bringen, doch gleich darauf war es vergessen. Moina und Kwabina schauen mich grinsend an und sagen vergnügt: „Ist doch nicht schlimm!“
Bedrückt sage ich zu Da Vinci: „Anscheinend ist es für mich schlimmer als für die Kinder.“ Tatsächlich verspüre ich Betroffenheit und großes Bedauern, dass ich die Mädchen um das Vergnügen brachte. Kwabina greift, vom Ärmelbündchen aus, tief in den Ärmel ihrer königsroten Samtjacke, die am Haken der Kindergarderobe hängt. Sie trägt ein ähnliches Jäckchen in gleicher Farbe, dazu eine einfache goldene Krone auf dem Kopf – kurz lässt mich ihr Anblick an die heiligen drei Könige denken, so als sei sie Kaspar. Sie will mir zeigen, wie ihre Mutter heute in den Ärmel griff, weil sie dort Kwabinas Jäckchen vermutete, das sie ihr morgens angezogen hatte. Vergeblich, denn ich hatte versäumt, Kwabina das Jäckchen wieder anzuziehen, als wir zum Erdhügel aufbrachen. Natürlich werde ich dafür Sorge tragen, dass Kwabina ihre Jacke alsbald wieder bekommt.
Es ist so schade um die versäumte Kasperlevorstellung!

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