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Kampfkatze mit Zecke in der Pfote

Traum:
Seit kurzer Zeit lebe ich in einer anderen Wohnung – übrigens im Erdgeschoss. Herr Sommer durchquert mit einem neuen Mieter (er ist schwarz gekleidet) unsere Wohnung, um ihn zu seiner Wohnung zu führen. Es gibt nur diesen Weg, der durch unsere Wohnung geht. Oje, hier stehen Wäschetrockner voller Wäsche und es stehen einige Körbe mit der abgenommenen Wäsche herum. Herr Sommer und der neue Mieter bahnen sich einen Weg hindurch. Der Mieter trägt sein schwarzes Fahrrad mit sich. Höflich ignorieren sie das Durcheinander und auch mich, um nicht zu stören.

Ich trete in die Küche und schiebe zum ersten Mal die Trennwand dort beiseite. Sie öffnet die Küche der anliegenden Wohnung, die genau spiegelbildlich anliegt und meine Küche zu einem Fünfeck weitet. Ein Blick an die Zimmerdecke, um zu schauen ob eine Lichtquelle installiert ist. Ja, es scheint so zu sein. Toll, solange diese Wohnung/Küche nicht vermietet ist, werde ich die anliegende Küche mitnutzen und Moina kann dort während des Kochens spielen. Es lässt sich bei Bedarf problemlos wieder rückgängig machen. Bis dahin genieße ich den hinzu gewonnenen Raum.

Bei der Rückkehr in das Hauptzimmer schaue ich aus dem großen Fenster und sehe, dass der neue Mieter erst jetzt dort drüben in seiner Wohnung ankommt. Naja, er hat sein Rad über viele Treppen hinweg tragen müssen. Treppen, die alle auf einer Ebene entlang führen; weder hinauf noch hinab. Ein etwas umständlicher und anstrengender Weg zu seiner Mietwohnung. Etwas unangenehm ist die Tatsache, dass er stets durch meine Wohnung gehen muss. Ich weiß noch nicht, wie ich damit zurechtkomme.

Ein Blick ins Bad und zur Toilettenspülung. Mike und ich hatten die Sorge, dass das Wasser aus der Spülung wieder überläuft. Wir ziehen die Spülung und warten ab… Vor wenigen Tagen steckte ich vorsorglich ein Röllchen Altpapier über die Überlauftülle, was ein mögliches Überlaufen verzögern sollte. Ich halte meine Finger abwartend drunter. Und tatsächlich, langsam tröpfelt es heraus. Mist! Aber Mike meint, das sei doch normal. Ach ja, richtig, etwas Kondenswasser tröpfelt immer heraus – das ist eine Funktion dieser Tülle, an die ich nicht mehr gedacht hatte. Toll, dann ist ja alles in Ordnung!

Wieder zurück im Hauptraum, nehme ich einen gefüllten Müllbeutel und trage ihn hinaus. Am Rande eines kleinen öffentlichen Platzes befindet sich der Mülleimer. Neben diesem steht eine Bank, auf die sich inzwischen der neue Mieter setzte. So sehe ich ihn zum ersten Mal aus der Nähe. Seine schwarze Hose und Jacke sind abgetragen und verblichen, ebenso wie sein schwarzes Filzhütchen. Vielleicht ist er ein vagabundierender Dichter.
„Bitte sagen Sie nichts. Ich möchte gerne weiter in meiner Traurigkeit sein“, sagt er mit leiser, fast tonloser Stimme.
„Ich entsorge nur den Müll. Psssst, ich sage nichts“, antworte ich noch leiser mit vorgehaltenem Zeigefinger und spüre den Schalk in meinen Augen. Er schaut auf, mir in die Augen, stutzt verwundert und sein Mund öffnet sich ungewollt – und sicherlich unerwünscht – zu einem Lächeln, während seine Augen weiterhin im Erstaunen erstarrt bleiben. Kurz erschrecke ich, mit offenem Mund… Ich hatte ihn wirklich nicht lächeln machen wollen. Es tut mir sehr leid. Wie peinlich, dass mir das passiert ist! Schnell wende ich mich ab und gehe über den Platz zurück.

Dabei komme ich an zwei Frauen vorbei. Eine von ihnen hat ihre große weiß-hellgraue Katze dabei. Eine sehr große Katze mit stark ausgebildeten Muskeln, die man geschmeidig unter dem weichen Fell arbeiten sehen kann. Insgesamt erinnert ihre ganze Erscheinung eher an einen großen Kampfhund, wenngleich sie zweifelsohne eine Katze ist. Gerade hebt sie eine Tatze Pfote und bearbeitet diese mit einer Kralle. Ich erkenne eine dicke Zecke in der Pfote. In diesem Augenblick drückt die Katze ihre Kralle zum Zeckenkörper – entweder um diese herauszuhebeln oder zu killen. Die Frau der Katze sagt zu ihrer Freundin: „Schau nur, mit welcher Kraft und Entschlossenheit sie sich der Zecke zu entledigen versucht!“ Ja, es ist eine erstaunlich starke und autarke Katze.

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