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Auftritt der Narren

Traum vom 6. Mai 2006

Öffentliche Räume – eine Stimmung voller Vorfreude und Aufregung hängt in der Luft. In der Aula nehme ich eine Veranstaltung wahr. Die Türen dorthin sind aber noch geschlossen. Es geht bald los. Zwei Frauen und ich haben heute einen Auftritt, und ich bin ziemlich aufgeregt. Zudem bin ich noch gar nicht vorbereitet und mit einem unangenehmen Gefühl beginne ich nun – viel zu spät eigentlich – mit den Vorbereitungen. Ich ziehe den sonnengelben selbst genähten Rock an, um an der unteren Kante noch eine Häkelbordüre anzunähen. Allerdings fürchte ich, dass das zeitmäßig gar nicht mehr drin ist. Ich halte die Bordüre mit den Händen ran, es sieht ganz gut aus, aber nee, bei dem Zeitdruck lasse ich es besser sein. Es ist ein Karnevalsauftritt und ich könnte mich stattdessen vielleicht lieber schminken?! Da ich nichts dafür bei mir habe, laufe ich los und suche in einer Teeküche ein paar Frauen auf. Ich frage diese, ob sie mir Stifte zum Schminken geben können. Die Frauen sind auch etwas aufgeregt und vorfreudig. Während sie mir bereitwillig die Stifte geben, machen sie mich darauf aufmerksam, dass die Narren gleich kommen werden, um mich zu holen – ich werde eine der ersten sein! Das ist unerwartet und unangenehm, denn ich bin nicht vorbereitet. Ich sage, dass es vielleicht was hermacht, wenn ich mir die Lippen knallrot male und mir vielleicht einen leuchtend blauen Lidschatten auflege – es soll ja bunt geschminkt aussehen, damit ich ausschaue, als sei ich vorbereitet. Das finden die Frauen gut. Ehe ich den sonnengelben Rock und das adriablaue Oberteil einziehe, will ich noch den naturfarbenen Seidenshorty anziehen, der unbedingt zur Grundausstattung gehört. Nicht, dass ich mich später nur mit Rock und Oberteil begnügen muss, weil die Zeit nicht reicht. Ich sitze auf dem Boden vor einem langen Bazartisch und ziehe die Seidenshorts hoch. Ich habe sie genäht und sie ist von einfachster Form – nicht mal alle Kanten habe ich versäumt. Leider – so stelle ich fest – habe ich ein oder zwei Kilo zugenommen. Zumindest ist das die einzige Erklärung dafür, dass die Shorts ziemlich knapp anzuziehen ist. Ich muss ein wenig zerren, um sie anzukriegen. Dann höre ich auch schon das nahende Geschepper der Narren – bald bin ich dran. Und der Text… ich kenne nur die Inhalte auswendig, werde ihnen dann aus dem Stegreif eine wörtliche Form geben müssen. Ob ich das kann? Mir bleibt nichts anderes übrig, ich muss es können, wenn ich mich nicht blamieren will.

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