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Wund

Traum:
Draußen in einer weitläufigen Wohngegend. Ich stehe in einer kleinen Erdgrube; nur mein Kopf ragt heraus. In der Ferne sehe ich die Feier in der Lindenallee. Vor Jahren wäre auch ich dazu eingeladen worden. Ich spüre nach, wie es mir damit geht, heute nicht dabei zu sein.
In mir eine Schwäche wie nach einer langen Krankheit, die nun dem Ende entgegengeht. Mein Leib fühlt sich an wie eine frisch ausgehöhlte Frucht. Hohl und ein bisschen wund. In dieser Leere scheint es keine Nischen zu geben, in denen sich unangenehme Gefühle breit machen können. Ich fühle Stille und Unberührtheit.
Während ich mich um 90° nach links drehe, finde ich mich körperlos neben mir stehend wieder. Ich schaue mich an. Sie trägt eine schwarze Plüschfelljacke, die an das glänzende Fell eines Panthers erinnert. Gerade schiebt sie ihren rechten Arm unter die Haare, hebt diese an und lässt sie über die Jacke fallen. Ich wundere mich etwas, dass ihre Haare honigblond leuchten. Ihr Blick ist ernst, ja, traurig und in die Ferne gerichtet.

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