Home » Traumtagebuch » Planquadrate im Hintergarten

Planquadrate im Hintergarten

Traum:
Ein Reihenhaus mit flachem Dach – meine neue Wohnung. Im Hintergarten gibt es ein kleines weizengelbes Stoppelfeld. Es ist der Garten, der vor meiner Wohnung und der meines Nachbarn (links) liegt. Bis zu diesem Augenblick gehe ich ganz selbstverständlich davon aus, dass ein Teil des Gartens mir zur Verfügung steht. Nämlich der Bereich, der an meine Terrasse angrenzt. Bei der Vorstellung, diesen Garten zu bepflanzen, spüre ich eine gewisse Freude aufkeimen. Der Nachbar hat bereits damit begonnen, den Boden zu bereiten. Im Moment hockt er auf dem Stoppelfeld und berechnet die Gartenfläche, um diese anschließend in Planquadrate aufzuteilen, was der späteren Bepflanzung mehr Übersicht und Struktur geben soll. Neben ihm steht das Berechnungsinstrument: ein triangelförmiges Konstrukt aus drei Zweigstücken. Diese Holzstücke wurden auf die Länge der Getreidestoppel zugeschnitten. Diese Triangel bildet nun den Maßstab für die Planung. Vielleicht wird es ein Versuchsgarten, in dem viele verschiedene Methoden und Gewächse ausprobiert werden.

Ich bekomme Lust, auch gleich mit der Gartenarbeit zu beginnen. Mit einem Male pflügt ein gefalztes Stück außerordentlich kräftigen Zeitungspapiers über das Stoppelfeld. Der Boden lockert sich und entfaltet seine dunkle Erde. Dabei verströmt sich eine sehr belebende, bewegende und kraftvolle Energie. Es ist klar, dass mein Nachbar das Pflügen auslöste. Da er den gesamten Bereich pflügt, wird ihm vielleicht der ganze Garten gehören?! Das enttäuscht mich etwas.
Ich gehe an den Rand der Nachbarterrasse. Dort liegt ein großer, aufgeschlagener Aktenordner. Vertragsunterlagen, persönliche Erinnerungen, Urkunden, Grundrisse, Zeugnisse – teils in Prospekthüllen. Jedoch lässt auch dieser Einblick keine Rückschlüsse darauf zu, ob ihm wirklich der ganze Garten gehört.

Tags: