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Bäh!

'Kali' von TraumzeitTraum:
Oh nee, schon wieder!
Ich stehe mir gegenüber. Ihr Gesicht, mein Gesicht wirkt ausdruckslos und ungerührt, dabei doch nichtssagend, und ich weiß nicht, ob ich mich im Wachleben auch erkannt hätte. Wie in einem Spiegel sehe ich mich und entdecke mit leichtem Schrecken, dass schon wieder so ein Auswuchs an meiner Unterlippe hängt! Ein bis zum Kinn reichender dickfleischiger Hautlappen. Und so schaut es – obwohl der Mund geschlossen ist – als hänge meine Zunge heraus! Vor kurzem hatte sich dort schon einmal so etwas gebildet. Ich traute mich kaum, zog dann aber vorsichtig daran, um es von der Unterlippe zu lösen. Ich erwartete einen reißenden Schmerz, schließlich war es – so wie auch jetzt – vollkommen mit der Unterlippe verwachsen. Es ließ sich ganz leicht lösen – ohne Schmerz, ohne Blut, ohne überhaupt eine Spur zu hinterlassen. Die Erinnerung daran gibt mir den jetzt notwendigen Mut und ich gebe mir einen Ruck. Vorsichtig greife ich den Hautlappen und löse ihn langsam von der Lippe. Es ist wie ein Wunder, auch dieses Mal tritt der erwartete Schmerz nicht ein und es geht so leicht ab, wie abgelöster Schorf von einer völlig verheilten Wunde.

Notiz:

Das lässt an „etwas hängt einem bis zum Hals heraus“ denken, aber auch an ein permanentes Zungerausstrecken. Was ich natürlich niemals tun würde.
Einen offensichtlichen Zusammenhang gibt es mit diesem Video, zu dem ich mich gestern verirrte.

Originalfoto: Stock.xchng
sauravs

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