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Verlust an der Konstablerwache

Traum:
Sonntag. Mike und ich fahren mit der U5. Eine Fahrt gemeinsamen Schweigens im Einklang. An der Konstablerwache hält die Bahn mit offenen Türen für einen etwas ausgedehnteren Zwischenstopp. Mike nutzt die Gelegenheit, steigt für einen kleinen Gang aus. Ich folge ihm, und lasse ganz sorglos meine zahlreichen weißen Plastiktragetaschen in der Bahn zurück. Wir sind ja eh gleich zurück.
Doch bei unserer Rückkehr, nur wenige Minuten später, ist die Bahn schon fort. Fassungslos kommt mir in den Sinn, dass ich zum allerersten Mal ganz ohne Sorge war, die Bahn könne ohne uns abfahren! Es war ein so leichtes wunderbares Gefühl, ohne die Last einer Sorge… und nun dies. Mit der Bahn sind alle meine Tüten fort. Darin war nicht nur meine Jacke – plötzlich fröstelnd lege ich meine Hände auf die nackten Oberarme – sondern auch Portemonnaie und Schlüsselbund! „Mike, es sind all meine persönlichen Sachen in den Tüten!“ Langsam werde ich darüber ärgerlich, dass wir uns verspäteten. Auffordernd, und mit leicht ungeduldigem Unterton sagt Mike: „Gehe endlich Deinen eigenen Weg!!! Folge doch nicht immer mir…“
Seine Worte lösen ein Gefühl in mir aus, etwas zu sehen, was mir zuvor verschlossen blieb. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich ihm bisher immer folgte?! Darüber werde ich nachdenken müssen. Was meine Taschen mit den persönlichen Dingen anbelangt, spüre ich eine ungewöhnlich starke Zuversicht. Ich fahre so häufig mit der U5, dass der Fahrer die Taschen mir zuordnen kann. Sie also für mich aufbewahren wird. Vielleicht bekomme ich sie schon an der nächsten Station wieder!

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