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Das Schweigen der Lammfrommen

Traum:
Seccheto. Mike kam inzwischen mit dem Leihwagen zurück. Es ist ein schwarzer Jaguar mit breiter Bereifung. Inzwischen wendete er und will über einen Teil der Küstenstraße zurück, und dann weiter Elba erfahren. Er gibt Gas. Die Reifen greifen mit einem satt schrubbendem Geräusch kraftvoll in den Asphalt, und der Jaguar fährt mit wahrhaft eindrucksvoller Schubkraft davon. Dabei eine fette schwarze Spur Reifengummi hinterlassend. Bemerkenswert! Die hinterlassene Schicht ist noch warm und weich, und so dick, dass man sie mit einem Spachtel von der Straße heben könnte. Wie ich den Jaguar pfeilschnell auf der kurvenreichen Küstenstraße verschwinden sehe, keimt auch Sorge um Mike in mir auf. Hoffentlich fährt er langsam genug, damit ihm nichts geschieht! Es hilft aber niemandem, wenn ich mir jetzt Sorgen mache, so werde ich zurückgehen und schon mal die Koffer packen.

Zwischendurch kehrt Mike zu einem Zwischenstopp zurück. Er wirkt ganz glücklich mit seinem Ausflug und möchte mir nur sagen: es ist alles in Ordnung, ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Ein Kuss und er braust wieder davon. Oje, wieder so schnell! Es dauert nicht lang, da höre ich in der Ferne laute Geräusche, die an einen Verkehrsunfall denken lassen. Oh nein, nur das nicht! Bitte, möge die Ursache dieser Geräusche etwas anderes sein! Wieder kann ich nur auf seine Rückkehr warten.

Inzwischen betrete ich das Hinterzimmer einer Gaststube. An den zahlreichen runden Tischchen sitzen dunkel gekleidete Menschen – ich unter ihnen. Wir sind eine Gesinnungsgemeinschaft. Gemeinsam ist uns unser ausgeprägtes Bedürfnis nach Kommunikation. Wir kommen hier zusammen, um eindringliche Gespräche zu führen, die nicht an der Oberfläche bleiben. Zu viert sitzen wir an den Tischen. Alle mit leicht gesenktem, auf die Tischplatte gerichtetem Blick, und… schweigen. Stille, nicht ein einziges Wort fällt. Links von mir sitzt ein Mann am Tisch, den ich kenne. Es ist der Mann von der blinden Thea. Seine Liebe gilt übrigens der improvisierten japanischen Musik. Es hat eine ausgesprochen meditative Wirkung, ihm dabei zuzuhören. Ich weiß auch, warum er sich an diesen Tisch setzte! Denn an meiner rechten Seite – also ihm gegenüber – sitzt eine Frau im Rollstuhl. Eine Frau im Rollstuhl dürfte ihm vertraut sein, da auch Thea im Rollstuhl sitzt. Ich schätze, dieses Vertraute vermittelt ihm ein Gefühl des Wohlbehagens und der Sicherheit.

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