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Unfertiger Treppenblock

Traum:
Mike und ich schauen uns die neue Wohnung unserer Verwandten an. Es sind übrigens angeheiratete Verwandte, die uns bis heute nicht bekannt waren. Es ist ein Paar aus Kassel; in unserem Alter. Die Einrichtung ihrer Wohnung scheint aus den 60er Jahren zu stammen. Teppiche und die Polster von Sesseln und Sofa zeigen alle eine ähnliche Farbe: ein leicht verblichenes, bräunliches Altrot. Stoffe und Teppiche sind ihren Alter entsprechend dünn und abgewetzt. […]
Die Frau sitzt auf einem dieser alten Cocktailsesselchen, legt den Kopf weit in den Nacken, um sich ihrem Mann zuzuwenden, der hinter ihr steht. Der Mann nimmt ein helles Frotteetuch – es ist noch ganz feucht vom letzten Schwimmbadbesuch – und legt es über die Mundpartie der Frau. Als sie den Mund zu einem Kuss spitzt, zeichnet das Frotteetuch die Konturen ihrer Lippen nach. Der Mann küsst sie. Merkwürdig, dass er ihr zuvor ein Tuch über den Mund legt. Oder?

Wir verlassen die Wohnung, gehen einen breiten Gang entlang und gelangen schließlich zu dem Eingangsbereich der ersten Etage. Dieser ist noch nicht ganz fertig gestellt. Vor uns liegt ein etwa zwei Meter hoher und rechter breiter Mauerblock an der Stelle, wo einmal die Treppe sein wird. Während ich darüber klettere, überlege ich, ob ich die Wohnung – angenommen ich lebte hier – seltener als üblich verlassen würde, wenn es solche Umstände macht. Moina müsste ich ja auch heil hinüber bringen. Irgendetwas hatte mir an der Wohnung gefallen, weshalb ich es mir vorstelle, angenommen… Auf der anderen Seite des Mauerblocks angekommen, werfe ich einen Blick zurück. Mike holt gerade ein dreistufiges altrotes Polsterelement aus dem Mauerwerk. Immerhin gibt es von dieser Seite einen provisorischen Stufenaufbau. Ich sage zu Mike, er solle es doch besser drin lassen – besser als nix. So stopft er es wieder in die Nische.

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