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Eingeschränkte Handlungsfreiheit

Traum:
In der Fremde, an einer Bus-Station. Außer mir warten noch weitere mit ihrem Gepäck auf die Abreise. Ein Arbeitsmann liegt auf der Straße, auf dem Bauch – bewegungslos. Eine U-Bahn kommt um die Kurve gebraust, nah an ihm vorüber, wirbelt den Stoff seiner Kleidung auf. Der Mann rührt sich nicht. Wir müssen ihm helfen!!

Eine der Wartenden ist etwas in Not geraten, braucht Hilfe beim Zusammensammeln ihres Gepäcks und beim Anziehen ihrer Reisekleidung. Leider sind mir ein wenig die Hände gebunden, so deute ich mit einem Blick auf meine Kleidung an, als mich fragende Blicke treffen. Ich trage eng geschnürte, schwarze Lackstiefel aus einem sehr anschmiegsamen Material. Der Absatz ist hoch und läuft sehr spitz zu, wie eine lange geschwungene Nadel. An den Armen trage ich Lackstulpen, die ebenfalls wie eine zweite Haut aufliegen. Dünne Lackschnüre, an kleinen Ringen an den Armstulpen hängend , verlaufen nach unten zu den Stiefeln, mit denen sie sich verbunden zeigen. Eine weitläufige Bewegung der Hände und Arme hat auf jeden Fall zur Folge, das Zugkraft auf die Beine ausgeübt wird. Wenn ich also nicht möchte, dass meine Beine zu den absurdesten Bewegungen gezwungen werden, muss ich mich in meiner Handlungsfreiheit einschränken. So ist das.

Notiz:
Die Kleidung des Traum-Ich erinnert mich spontan an die Bilder von Frank Kortan, die ich kürzlich anschaute. Vor allem an „Der letzte Vorhang“ erinnere ich mich.

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