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Das Tal von Kathmandu

Traum:
'Das Tal von Kathmandu' von Traumzeit Mit einem Reisebus unterwegs. Wo bin ich eigentlich? Ich schaue aus dem Seitenfenster und staune über die Landschaft. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass ich zu diesem Ort reisen würde!
Direkt neben dem Fahrweg geht es steil hinab. Ganz weit unten liegt ein Tal von überwältigender Schönheit. Weite Flächen mit blühenden Magnolien und früchtetragenden Zitronenbäumen! Das milde Weiß bis Rosa der Magnolienblüten im Wechsel mit dem saftigen Gelb der Zitronen zwischen dem kräftigen Blattgrün… ich spüre Freude bei diesem Anblick, der auf mich eine belebende und beruhigende Wirkung hat. Ganz langsam kommt das Erkennen: es ist das Tal von Kathmandu!! Ich freue mich wie ein Kind über dieses unerwartete Erlebnis.

Am Rande des Tals streben steile Bergmassive zum Himmel. Die Berggipfel, die auf Augenhöhe liegen, sind teils mit Schnee bedeckt. Vermutlich haben wir eine beträchtliche Höhe erreicht, wenn es im Sommer noch Schneeflächen gibt. An den Berghängen kraxeln Grubenarbeiter in Blauanzügen den Berg hinauf. Das Halteseil mittels Spitzhacke am Gipfel befestigt, arbeiten sie sich an diesem Seil hinauf. Sie klettern in gemäßem Tempo, kommen also langsam voran.

Der Bus holpert und rumpelt mit sattem und gleichmäßigem Brummen den Fußsteig hinauf, der von vielen Furchen durchzogen ist, die vielleicht vom letzten großen Regen herrühren. Uih, das ist ganz schön eng! Da kann man nur hoffen, dass uns hier kein Fahrzeug entgegen kommt! Kaum gedacht, da rast uns an der Kuppe ein Bus entgegen. Wrrrrusch… schon ist er vorüber. Unglaublich, dass dies möglich ist! Und schon wieder, eine schwarze Dampflok erscheint, kommt schnell auf uns zu. Deutlich sehe ich ihre tellerförmige Vorderfront. Mit dunklem Rattern braust auch sie an uns vorbei, ohne dass wir uns in die Quere kämen! Das kommt auf diesem schmalen Pfad einem Wunder gleich. Sicher und kraftvoll nimmt der Bus die Steigung. Ich spüre direkt die gute Bodenhaftung der Reifen und die starke Antriebskraft der Maschine.

Am Ziel unserer Reise angekommen, gehen wir durch ein geräumiges Haus, um die Hausbewohnerin und ihre Familie aufzusuchen. Die Räume sind weit und völlig unmöbliert. Der Laminatboden zeigt ein ungewöhnlich starkes Gefälle. Es gleicht fast einem Wunder, dass wir auf diesem glatten Boden nicht ins Rutschen kommen. Wegen der starken Neigung wurden in einigen Bereichen der Wohnung Handläufe an den Wänden angebracht. Wir halten uns daran fest, der Boden unter unseren Füßen wird immer steiler, geht fast senkrecht. Ich hätte nicht erwartet, dass ich auch jetzt noch so sicheren Halt unter den Füßen verspüre. Bisher kam ich nicht ein einziges Mal ins Rutschen, was doch sehr erstaunlich ist. Meine Zuversicht wächst während des Voranschreitens, so weit in das Haus vordringen zu können, wie es nötig ist.

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Annapurna
Liste der Namen jener Fotografen, deren Fotos ich für die Traumcollage verbraten haben.

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