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Traumnotizen mit Wassertinte

Traum III:
Ich nutze die erste Gelegenheit, um einen Traum dieser Nacht zu notieren. Da mir kein Papier zur Verfügung steht, schreibe ich auf einem Verloursbezug – ähnlich den Rückenlehnen von Bussitzen. Ein paar Kids haben darauf bereits ihre Spuren hinterlassen; in Form von Gekrakel und Namen mit blauen und schwarzen Filzstiften.
Inzwischen habe ich ein wenig Distanz gewonnen und erkenne, dass der Velourbezug zu einem Einband eines Tagebuches gehört. Ich habe noch nicht einmal Farbe zum Schreiben dabei. So schreibe ich mit dem, was mir zur Verfügung steht: Wasser im Füllfederhalter. Das Geschriebene zeichnet sich feuchtdunkel im Stoff ab. Beim Schreiben verlieren sich einige Wassertropfen. Aber sobald das Wasser getrocknet ist, dürfte von all dem nichts mehr zu lesen sein. Da muss ich mich halt beeilen! In Stichworten notiere ich den Traum „Sonnenaufgangsstuhl“. Dazu male ich eine Skizze des Sarges. Ein Mann kommt hinzu, wirft einen Blick auf die Notizen und sagt verwundert: „Ein Sarg… Aber warum ein Sarg?“
Ja, wenn ich das nur wüsste, aber ich weiß keine Antwort darauf.

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