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Der Abschiedsbrief am Meer

Traum:
Im einsam gelegenen Haus am Meer. Aus einem verborgenen Winkel heraus, schaue ich auf das Geschehen in einem weitläufigen Wohnraum. Eine Reihe von großen Fenstern gewährt den Blick zum Meer. Marie Schall – Mitte Vierzig, flachsblondes schulterlanges Haar – trifft ein. Sie wirkt sehr verzweifelt; schreibt einen Abschiedsbrief an ihren Mann, der vor einigen Stunden das Haus verließ. Sie schreibt in der dritten Person über sich – nennt sich Solvejg – von den Dingen die sie bewegen. Sie benennt die Gründe, warum sie Selbstmord begehen wird; was sie dahin treibt. Der Brief ist tief bewegt wie das wogende Meer dort draußen. Die zweite Hälfte des Briefes handelt ganz sachlich von einigen Formalitäten, die ihr aus-dem-Leben-scheiden unweigerlich nach sich ziehen wird. Danach verlässt Marie Schall das Zimmer.

Mit einem Satz springe ich aus der Felsennische hinunter, um den Brief zu lesen. Jedoch komme ich nicht dazu, da mir der Brief von einer unsichtbaren Kraft entrissen wird und daraufhin verschwunden ist.

Später ein Spaziergang durch ein kleines italienisches Bergdorf. Hoch oben über dem Dorf sehe ich den Kopf der verstorbenen Schwiegermutter ragen. Vielleicht sollte ich besser schreiben, ich sehe ihn thronen. Sie überblickt dort alles. So sieht sie auch Mike, Moina und mich mit unseren Rucksäcken auf den Rücken, wie wir durch die Gassen am Meer gehen. Sie wird auch sehen, dass wir die Einheimischen dort grüßen und dass diese mit einem freundlichen Lächeln reagieren und uns zunicken. Ich hoffe, sie sieht es! Und ich hoffe, sie ärgert sich darüber!

Wir treffen bald auf eine Person die im Besitz eines Abschiedsbriefes ist. Auch Marie Schall erscheint daraufhin auf der Bildfläche. Voller Interesse schaut sie in den offenen Brief und erzählt uns, dass sie Solvejg bei einem intensiven Briefwechsel kennengelernt habe. Inzwischen habe sie auch viele Stunden per Handy mit dieser Person telefoniert und einige Sms ausgetauscht.

Notiz:
Bei dem Namen Solvejg muss ich gleich an Peer Gynt denken. Solvejg, die auf die Rückkehr ihres Geliebten wartete… ihr Leben lang.

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