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Verschwommen

Traum:
Wir spazieren eine Lindenallee entlang. Eine alte Bekannte muss zur Toilette und sie bittet mich, ihr den Weg zu zeigen. Ich passiere die Straße, finde mich dann aber von einer Reihe von Sträuchern wieder, die den Weg zu den öffentlichen Toiletten behindern. Anfangs denke ich noch, ich müsse nur den richtigen Durchschlupf finden, um bald darauf festzustellen, dass es den Weg gar nicht mehr in dieser Form gibt.

Gemeinsam mit anderen Schwimmern auf dem Weg zu einem Gewässer – vielleicht eine Meeresbucht oder ein großer See. Die Galeristin geht am schnellsten. Sie ist eine begeisterte Schwimmerin und taucht als erste ab, noch ehe ich mich umziehen konnte. Als sie wassertriefend und schweratmend zurückkehrt, sagt sie: „Nun habe ich mich genug warmgeschwommen und bin bereit für das kühle Wasser.“ Mit diesen Worten streift sie ihren Neoprenanzug bis über die Schultern runter und stürzt mit einem Hechtsprung erneut in die Fluten. Dabei fallen mir ihre fleischigen unrasierten Waden ins Auge. Etwas wundersam ist, dass sie ins Wasser springt, und dabei gleichzeitig aus dem Neoprenanzug herausschlüpft, wie eine sich häutende Schlange.

Ich will nun auch ins Wasser! Anfangs zögerte ich wegen des kalten Wassers. Während des Gehens spüre ich die Blicke der anderen Frauen im Rücken. Ob sie wissen, wie alt ich bin? Allerdings muss ich erst einmal überlegen. Es dauert einige Momente, bis ich mich erinnern kann. Und sind es nun 45, 46 oder 47 Jahre?

Als ich am Wasser ankomme, sehe ich einen athletischen Schwimmer seine Bahnen ziehen. Er trägt einen einteiligen Latexanzug in blassem Weinrot. Ebenso sieht seine Badehaube aus. Dazu trägt er eine schwarze Schwimmbrille. Seine Schwimmzüge sind enorm kräftig und falls ich ihm in die Quere käme, drückten mich seine Bewegungen vermutlich unter Wasser, ohne dass er es bemerkte. Um einen Konflikt zu vermeiden, werde ich mir von Anfang an eine andere Bahn suchen.

Das Wasser ist erstaunlich sonnenwarm!! Aber das Wasser ist auch noch ziemlich seicht. Nach wenigen Schwimmzügen muss ich leider feststellen, dass die Wasser-Leitung den Stöpsel gezogen hat. Das Wasser wird – wie immer zum Feierabend – aus dem Gewässer abgelassen. Das ist vielleicht ärgerlich!! Hätte ich das gewusst…! So hält das Vergnügen nur kurz an.

Nach dem Umkleiden durchquere ich einen Saalbereich zwischen Toiletten und dem Flur in Richtung Strand. Der Gastwirt kommt mir entgegen. Er ist in Eile, trägt ein Tablett voller Speisen und Getränken… – der Laden brummt. „Ach bitte, öffnen Sie doch die Türen zum Esssaal!“, ruft er mir hinterher. Na klar, das mache ich gerne. Gleich werden die Schwimmer kommen, die sich sicherlich schon auf das Essen freuen. Zu blöd ist, dass ich nicht klar gucken kann. Das was ich sehe, ist verschwommen, so als habe man zwei gleiche Bilder ein wenig verschoben übereinander gelagert. Entweder führt mein Weg gegen eine Wand ohne Tür. Oder ich sehe eine Tür, aber es gibt keinen Weg dorthin! So versuche ich es auf gut Glück. Und siehe da – das klappt!

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