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Krabbelkäfer

Traum:
Mike und ich haben gerade die Formalitäten mit der Autovermietung hinter uns und wollen nun losfahren. Eigentlich wollte Mike den Wagen lenken. Da ich aber so gerne mal wieder fahren möchte, überlässt er mir das Steuer. Bei allem habe ich das vage Empfinden, dass dies wegen (m)eines Geburtstages initiiert wurde.

Die Abfahrt gestaltet sich nicht ganz reibungslos. Erst einmal habe ich Schwierigkeiten, den Sitz in eine stabile Position zu bringen. Er lässt sich nach rechts oder links verschieben, aber es gelingt mir nicht, ihn zu arretieren. So rutsche ich hin und her. Das hat zur Folge, dass ich immer wieder in den Fußraum schaue, um mich davon zu überzeugen, dass ich wirklich die Bremse trete und nicht versehentlich das Gaspedal. Überhaupt ist der Wagen schlecht unter Kontrolle zu kriegen. Es ist so, als schwämme er etwas. Die Sitzposition erscheint unangenehm erhöht – jedenfalls schauen die Menschen in der kleinen Abfahrtshalle beunruhigend klein aus! Und immer wieder streife ich einen von ihnen. Bin nur froh, dass keiner unter die Räder kommt.

Dann sind wir wieder auf den Füßen. In einem angrenzenden Hinterzimmer befindet sich der Warteraum eines Arztes. Bine wartet dort, hat einen Termin.

In der Abfahrtshalle steht ein 60er Jahre Sesselchen, das ich an die Wand rücke, um mich darauf zu setzen. Ich war darauf vorbereitet, hier allein zu sitzen. So bin ich sehr überrascht, als Bine und Mike kurz entschlossen zwei Sessel herbeiziehen und links und rechts von meinem Sessel platzieren. Allerdings lassen sie noch einen gewissen Abstand zwischen uns. Dennoch hat es den Anschein, dass wir bald näher zusammenrücken werden. Und über diese zu erwartende Annäherung freue ich mich.

Daraufhin setzt sich Bine mir gegenüber in den Sessel und noch während sie sich niederlässt, lässt sie einen Käfer auf mein rechtes Bein fallen. Ich weiß, das ist ein kleines Präsent. Anfangs halte ich es für ein echtes Krabbeltier und ziehe den Kopf mit etwas Abscheu zurück. Da ich gleichzeitig erkenne, dass es ein süßer Schokokäfer in buntem Stanniol ist und meine impulsive Reaktion somit total überzogen, komme ich mir gleichzeitig so vor, als verhalte ich mich absichtlich theatralisch. Der Eindruck entsteht deshalb, weil ich einen Moment brauche, um die Erkenntnis in eine entsprechende Verhaltensänderung umzusetzen. Eigentlich tue ich mir damit Unrecht, wenn ich mir vorwerfe, etwas vorzuspielen und zu theatralisieren.

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