Home » Traumtagebuch » Beim Dengelmann

Beim Dengelmann

Traum:
Traumort: der Bereich zwischen Nationalbibliothek, Hauptfriedhof und Bertramstraße. Mit einem beigefarbenem Wartburg 353 fahren wir eine kleine Anhöhe hinauf. Mike sitzt am Steuer und bemerkt, dass die Handbremse kaum mehr zieht. Da ist es günstig, dass der Dengelmann dort oben auf der Anhöhe seine kleine Werkstatt hat.

Im nächsten Augenblick sitzen wir in dem kleinen Arbeitsraum des älteren Ehepaares. Es sind bescheidene Menschen, die sich auch nach all den Ehejahren noch voller Respekt und Liebe betrachten. Der Dengelmann und seine Frau lebten einst in der DDR. Das ist schon viele Jahre her – eine unvergessliche Zeit, die sie zusammenschweißte und die sie nie vergessen werden. Die Zusammenarbeit der Beiden verläuft ganz unscheinbar und reibungslos, ohne dass sie sich mit Worten verständigen müssten. Eine friedliche Stimmung.
Der Dengelmann beginnt zu dengeln; wetzt also ein gelockertes Abspannteil aus Aluminium auf einem festen Leinengurt. Das Wetzen des Aluteils führt zu einer anhaltenden Spannung des Gurtes. Die entstehende Spannung wird dabei dauerhaft auf die Handbremse übertragen. Ich finde es sehr interessant, bei der Verrichtung eines solch alten Handwerks zuzuschauen. Dabei erlebe ich vor allem das selbstverständliche Tun des Ehepaares als wohltuend und beruhigend.

Notiz:

Die kleine Anhöhe gibt es real an diesem Ort nicht. Aber es gibt dort einen Tengelmann.

Tags: