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Blindheit

Traum vom 24. April 2007
Nachts in einem unbekannten Zimmer. Ich trete an den bereits eingeschalteten Monitor. Er zeigt sich nahezu dunkel. Nur in der Mitte ist ein kaum wahrnehmbares leises Flimmern zu erkennen. Nanu, das ist ja gar nicht zu erkennen? Warum wird denn ein solch winziges Bild gesendet? Ich scrolle und scrolle mit der Maus, um das Bild zu vergrößern. Fast möchte ich die Sache schon aufgeben, da sich kaum etwas tut. Es geschieht auch, dass es sich wieder verkleinert – vielleicht dann, wenn ich ahnungslos über das Ziel hinausscrolle.
Aber dann dehnt sich das Flimmern doch noch aus. Und mit einem Male – ich hatte es nicht mehr erwartet – stellt sich die Datei endlich als Vollbild dar. Ein cremeweißer Hintergrund. Wie mit roter, blauer, grüner und gelber Tusche bemalt. Der Bereich rechts unten ist am farbigsten und dichtesten mit breiten Pinselstrichen bemalt. Mittendrin eine Unterschrift. Nach links oben hin verdünnt sich alles zu kleinen Strichtupfern. Schlagartig kommt die Erkenntnis!!! Ich bin blind!!! Das Vollbild deckt alles ab. Das Cremeweiß ist undurchdringlich. Kein Ausweg am Rande. Ich versuche, es zu durchschauen. Aber nein, es ist wie eine Mauer – unverrückbar. Mit dieser Erkenntnis geht niederschmetternde Verzweiflung einher, die mich in die Knie zwingt und ein Gefühl auslöst, als schnüre es mir die Kehle zu.

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