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As der Stäbe

Traum:
Ein überregionales Treffen zu einem bestimmten wissenschaftlichen Themenschwerpunkt. Es gibt eine Reihe unterschiedlichster Vorträge. Zwei mir gut bekannte, miteinander befreundete Professoren sind inzwischen eingetroffen. Einer von ihnen ist von eher schmächtiger Gestalt. Seine weißen Haare liegen glatt am Kopf. Er trägt ein langes weißes Nachtgewand – wirkt wie ein Schlafwandler. Mit einer sehr langen, wippenden Weidengerte laufe ich hinter ihm her. An der Spitze der Gerte sprießen frische grüne Blätter. Ich bringe die triebige Spitze neckend unter sein Nachthemd, wodurch er nun nackt vor mir geht, und kitzele ihn mit dem zarten Grün an seiner Seite, so als würde ich ihn mit einer Feder kitzeln. Juchzend hüpft er hoch, schaut sich zu mir um. In seinen Augen glitzert aufkeimende Lust. Als sich unsere Augen begegnen, spüre ich ein Kribbeln, anschwellendes Begehren. Aber er ist von so zerbrechlicher Gestalt… ob ich dennoch? Ach, ich bin überzeugt, dass seine Männlichkeit von pulsierender Stärke ist. Also… Aber hier in der Öffentlichkeit? Nein, das geht doch nicht. Der Freund des Professors tritt schmunzelnd hinzu und meint, es würde sich bald eine Möglichkeit an einem ruhigen Ort ergeben. Und natürlich sei es okay, mich mit dem Professor zu vereinen. Das läge sogar im Rahmen des Programms, wenn ich mag. Oh ja, und ob ich mag! Ich will mich vom Professor befruchten lassen!!

Ein Student im letzten Semester findet nun Gelegenheit eine von ihm entwickelte fachspezifische Methodik vorzutragen. Normalerweise würde er kaum Gehör finden, ein solch zurückhaltender und stiller junger Mann ist er. Aber nun ergibt es sich ganz selbstverständlich.
Die leisen Worte des Studenten erwecken das Interesse der Professoren – was nicht so ohne weiteres erweckt werden kann! – und so hören auch sie ihm aufmerksam zu, wie er in ruhigen und klaren Worten die Einzelheiten darlegt. Es ist verblüffend, wie sauber strukturiert seine neue Methode angewandt werden kann, und auf welch effiziente Weise diese zu einem tiefgreifenden Resultat führt. Es ist so außerordentlich, dass unter den Zuhörern völlige Ruhe eingekehrt ist. Ansonsten wären die leisen Worte des Studenten wohl auch untergegangen. Während ich diesem Ereignis beiwohne, räume ich im Erdreich herum. Es ist ein breiter Ackerstreifen; in Rechteckform angelegt. Der Boden ist tief und breit aufgefurcht, die warmbraune Erde locker und duftend; von saftigen Pflanzenfasern durchzogen. In der offenen Erde kommen einige abgerundete Stahlrohrbügel zutage. Offenbar liegen Bestandteile von Umlaufgittern im Erdreich. Sie fühlen sich so sonnenwarm an, wie die Erde selbst. Und während der Student spricht, ziehe ich feinfühlend daran. Ziehe sie allmählich heraus, immer nur soweit, wie die Erde freigibt. So werde ich sie nach und nach herausholen.

Notiz:

Der Traumtitel entstand durch die erste Assoziation zu diesem Traum.

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