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Widder im Raum?

Traumrest:
An einem weiten Ort, an dem ich noch nicht lange weile und als Servierkraft arbeite. Schorli besucht mich. In Abständen holt er sein Portemonnaie hervor, um mich auf einen Cappuccino einzuladen. Das würde ich gerne annehmen. Allerdings habe ich noch keine Zeit dafür, da ich immer wieder neu eintrudelnde Gäste mit Speisen und Getränken versorgen muss. Auch am nächsten Tag kommt er wieder und wartet geduldig für einige Stunden – unauffällig, und ohne ein Wort zu sagen. Seine Präsenz empfinde ich als angenehm.

Ein Mann wünscht, im Nebenzimmer eine Zigarette mit mir zu rauchen. Damit habe ich zwar ein etwas unwohles Gefühl, gehe aber erst einmal mit. Es dauert nicht lang, da öffnet sich die Tür und meine Grundschullehrerin steckt ihren Kopf herein. Sie macht darauf aufmerksam, dass der Raum nur für bestimmte Zwecke genutzt werden dürfe. Während der Mann noch auf seinem Standpunkt beharrt, bin ich im Begriff, den leerstehenden Raum auf der gegenüberliegenden Seite zu verlassen. Einen Blick werfe ich noch zurück und äußere vergnügt einen aufkommenden Gedanken: „Wer weiß schon, welcher Planet in diesen Raum fällt? Vielleicht liegt er im Tierkreiszeichen Widder?!“ Gleichzeitig habe ich eine strahlende Sonne vor Augen, die weich im Raum landet. Eigentlich hatte ich mit meiner Anmerkung die Situation auflockern und eine Anregung geben wollen. Die Lehrerin und auch der Mann zeigen sich allerdings völlig desinteressiert und unberührt. Naja, da kann ich nichts machen – ich verlasse den Raum und ziehe die Tür hinter mir zu.

Die Abreise steht bevor und ich packe Klamotten und Geschirr in Kartons. In einem weiteren Nebenzimmer steht noch viel herum. Meine alten Sektflöten mit breitem Goldrosenrand, von meiner Großmutter geerbt, fallen mir ins Auge. Die müssten vor dem Einpacken sorgfältig in Zeitungspapier gewickelt werden. Am besten polstere ich alles mit Handtüchern und Kleidungsstücken aus. Nur werde ich das allein nicht schaffen. Und ich möchte schließlich mit Schorli den Cappuccino trinken. Ich treffe Wilma in einem anderen Zimmer an. Sie geht keiner Beschäftigung nach. Als ich ihr mitteile, dass wir noch alle Gläser einpacken müssen, schlägt sie sich erschrocken die Hand vor den Mund und rennt los, um sofort damit zu beginnen.

Ich gehe hinterher und komme an einer Gruppe junger Leute vorbei, die auf dem Boden lagern. Ein junger Mann sagt zu den anderen, als er Wilma und mich gehen sieht: „Die bleiben nicht lang zuhause! Die haben Kinder!“ Seine Bemerkung ärgert mich, wenngleich ich ihm – langfristig betrachtet – zustimmen muss.

Ich will jetzt schnell die Gäste versorgen, um Zeit für den Cappuccino mit Schorli zu finden. So eile ich den Gehweg im Gartenlokal entlang. Zumindest würde ich gerne eilen! Ich würde gerne laufen, aber es geht nicht! Mein Blick gleitet an mir herunter. Ich trage einen wadenlangen schwarzen Rock mit schwarzem Oberteil und ein weißes Servierschürzchen. Auf den Gehwegplatten liegt Glasbruch. Ein leises Knirschen unter meinen Füßen. WARUM komme ich nicht voran? Warum kann ich nicht schneller laufen?? Es ist doch merkwürdig! Schließlich kann ich in meiner Freizeit auch schnell laufen. Warum gelingt es nicht, wenn ich aus bestimmten Gründen schnell laufen will? Ich richte meine Aufmerksamkeit auf die Füße… rollen sie richtig ab? Wie ist der Bewegungsablauf? Es ist eine gewisse Disharmonie in meinen Bewegungen spürbar, die zu einer Schwächung der Füße und am Laufen beteiligten Sehnen und Muskeln führt. Wie auch immer, es ist frustrierend und quälend.

Verwandter Traum:
Laufschwäche im Bauch

Ferner:
04-2007

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