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Sehen und Hören

Traum:
Spät am Abend. Gerade setzte ich mich noch einmal an den Computer um ein Bild – rote Schleier auf schwarzem Grund – zu rendern. Mike geht währenddessen schon mal schlafen. Er geht an mir vorbei und durch eine Tür hinaus (die, wenn es sie real gäbe, ihn geradewegs durch die Hauswand nach draußen führte). Im Augenblick wende ich mich meinem Vorhaben noch nicht zu, sitze mit meiner rechten Seite in Richtung Monitor. Greife mein Portemonnaie – um meine Lesebrille herauszunehmen – und öffne den Druckknopf. Im gleichen Moment öffnet sich das Portemonnaie eigendynamisch; viel weiter als ich selbst es vorhatte! Dabei sehe ich den gedämpft gelben Stoffbezug, aus dessen Rändern sich rote Heftfäden lösen. Mir ist klar, dass diese roten Fäden das Portemonnaie ein wenig zusammenhalten sollten. Eine dauerhafte Angelegenheit sollte das offenkundig nicht sein, denn die Fäden sind an keiner Stelle im Stoff verknotet, und nur locker in groben Stichen durchgezogen. Ich nehme meine Brille heraus. Übrigens ist es meine Fernbrille – allerdings hat das Gestell die Farbe meiner Lesebrille. Durch die eigendynamische Öffnung des Portemonnaies federt die Brille ein wenig hoch. Das macht es etwas kniffeliger, sie vorsichtig zu greifen. Und vorsichtig will sie genommen werden, denn es ist eine empfindliche Brille.
Noch ganz damit beschäftigt, höre ich Schritte im Treppenhaus und alsbald an unserer Wohnungstür. Nanu, hat der Haselnussbaumer sich verzählt und ist eine Treppe zuviel hochgestiegen? Er steckt, wenn ich mich nicht total irre, seinen Schlüssel gerade in unser Türschloss?!! Oder doch nicht??? Ja doch, ich höre es genau, es ist unser Schloss!! Der anfängliche Schrecken weicht der Gewissheit. Und mit der Gewissheit steigt mit einem Male Angst auf. So als wolle sich der Haselnussbaumer unserer bemächtigen!

Notiz:
Hmm, merkwürdiger Traum.

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