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IT-Expertin

Traum:
Meine Chefin wurde bereits vor einigen Tagen darüber informiert, dass heute eine IT-Expertin erscheinen und unsere drei Computer für ein paar Tage mitnehmen würde, um sie durchzuchecken. Ich erfahre das erst in diesem Augenblick, als die IT-Expertin eintrifft. Oje, das ist blöd!! Schließlich hatte ich die nächsten Tage weiterlernen wollen. Daraus wird dann wohl nichts werden.
Dazu meint die IT-Expertin auffordernd: „Es ist alles eine Frage der Formulierung… – das wissen Sie?!?“

Ah so… Gut, wenn sie mich geradewegs dazu herausfordert, dann will ich es gerne in Worte fassen: „Okay, also… ich brauche den Computer dringend und es wäre sehr freundlich, wenn Sie das ganz schnell hier vor Ort erledigen könnten.“

„Ja okay, da wird sich vielleicht etwas machen lassen“, antwortet sie. Und ergänzt schmunzelnd: „Sie haben gut verstanden, was ich meine!“

Hmm ja ja… ich habe verstanden… und deshalb modifiziere ich noch ein wenig: „Falls Sie meine Bitte aber unter Druck bringt… Es ginge schon mal ein paar Tage ohne Computer.“

Die Expertin wirkt sichtlich zufrieden mit mir und sagt fest zu: „Ich werde jetzt gleich alle Computer hier vor Ort checken.“
Zuerst die beiden Rechner der Chefin, gleich anschließend mein Laptop.

Während dieser Situation wird mir plötzlich klar: Zwar hatte mich die IT-Expertin mit indirekten Worten zu diesem Kommunikationsverhalten aufgefordert, und so machte es den Anschein, als sei ich einer klugen Strategie gefolgt, um meine Wünsche durchzusetzen. So ist es in Wirklichkeit aber gar nicht! Es ist nämlich ein ganz altes Muster dem ich wieder mal gefolgt war!! Wie peinlich ist es, als mir klar wird, dass ich das in der Vergangenheit immer so gehandhabt hatte, allerdings völlig unbewusst! Dass die Expertin mein Verhalten auch noch unterstützt, ist mir im Moment allerdings noch ein Rätsel.*

Auf dem Weg zu meinem Laptop, der auf einem Tisch in einem weitläufigen hellen Raum steht, müssen wir über Moinas Spielsachen klettern, die auf dem Fußboden verstreut liegen. Ich knie also auf allen Vieren und sammele die Memory-Kärtchen ein. Unter all den bunten Karten fallen vor allem jene ins Auge, die nur schwarz-weiß bedruckt sind. Und zwar mit einem Kreuz (X) oder Kreis oder Quadrat in Schwarz auf weißem Grund. Hm, ich hätte ja auch schon eher einmal aufräumen können…

Als wir anschließend zum Laptop gehen, fällt mir ein, dass ich noch eine Reihe von Programmen schließen sollte, ehe ich die Expertin ranlasse, sonst hängt sich noch was auf. Ich nehme an, der Hauptprozessor ist momentan ziemlich ausgelastet. Und ich wünsche mir einen zügigen und unproblematischen Ablauf des Computer-Checks.

Dann ist es soweit, das Seminar beginnt. Die IT-Expertin geleitet mich zu einem Bereich außerhalb des Hauses. Wir treten durch eine (Hinter-)Tür hinaus. Links von mir ist ein flacher Bretterverschlag, der vage an nebeneinander liegende Kaninchenställe erinnert. Eine Seite ist offen, und zwar jene, die zur Hauswand gerichtet ist. So kann ich die Kabinen der Arbeiter (im Moment abwesend) sehen. Jede Kabine bietet gerade so viel Platz, das ein Arbeiter darin stehen kann. Vor sich eine kleine Arbeitsfläche aus Brettern. Dort werden Einmachgläser mit frischem Gartengemüse gefüllt. Das Gemüse wächst durch die großzügigen Ritzen der Bretterwände direkt in die Kabinen. Vor allem durch einen großen Spalt oberhalb der Köpfe wächst es üppig hervor. Ich sehe knackige Möhren mit Grün, Sellerie und Petersilienwurzeln. Alles frisch gewachsen und duftend! Immer wenn man erntet, wächst es reichlich nach! Ich bin etwas überwältigt von der natürlichen Fülle: „Oh wow, das ist eine Arbeit, die niemals aufhört!!“ Ja, eine Arbeit, die niemals aufhört… Aber dann werden die Arbeiter ja niemals fertig? Ist das wirklich etwas Erstrebenswertes? Darüber muss ich noch einmal nachdenken.

Wir gehen dann wieder in das Gebäude zurück. Die Expertin möchte mir gerne einen Lehrfilm zeigen. Auf dem Weg kommen wir an einem Tisch vorbei, an dem junge Angestellte von Aldi sitzen und Pause machen. Als sie mitkriegen, dass ich mir während der Arbeitszeit einen Lehrfilm ansehen will, werden empörte Stimmen laut: „Während der Arbeitszeit einen Film gucken!!!“ Es sollte doch gearbeitet werden!

Die Expertin bleibt davon völlig unbeeindruckt und bittet mich Platz zu nehmen. Der Monitor steht im Halbdunkel am Rande eines Saales mit Tanzboden. Sie sagt, sie wolle mir nun das Betriebssystem meines Rechners erklären. Hmm, merkwürdig… Warum will sie mir das erklären? Ich arbeite doch schon lange mit XP. Oder meint sie Vista? Eigentlich kann das aber nicht sein, denn warum sollte sie mir Vista erklären, solange ich noch mit XP arbeite?? Okay, vielleicht warte ich einfach mal ab. Möglicherweise hat sie ein paar Tipps und Tricks auf Lager, die ich noch nicht kenne.
Auf dem hellen Bildschirm erscheinen nun Zeichen in Großaufnahme: Kreuz (X), Kreis und Quadrat
Darunter mehrere Zeilen mit Formen und Begriffen in immer kleinerer Schrift. Nach einer gewissen Betrachtungszeit soll ich das Gesehene in Worte fassen.

Rand-Notiz:
* Vor dem Einschlafen habe ich noch kurz im Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation geblättert – allerdings war ich viel zu müde, um noch etwas von den Inhalten aufnehmen zu können.

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