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Feuerreiben im Katzenfell

Traumfetzen:
Ein helles Lernzimmer mit Fensterwand. Stundenlang übte ich Satzbildung und übersetzte einfache Sätze. Der Blick durch die Fenster geht in den Frühling. Vor meinen Augen schwimmen die letzten Sätze und zwei wichtige Vokabeln, deren Bedeutung ich im Stillen noch einmal rekapituliere:

1. schwarze Cargohose
Wichtig, der Artikel soll in diesem Fall weggelassen werden, um einen personenbezogenen Hinweis zu vermeiden. Schließlich soll es nicht gleich jedem ins Auge fallen, dass es meine Hose ist.

2. Wikinger – vikingo
Die Bedeutung dieser Vokabel ist mir im Moment noch nicht zugänglich.
[...]
Ein kleiner Ernteumzug findet statt. Es sind hauptsächlich männliche Dorfbewohner in meinem Alter, die mir wohl von früher bekannt sind. Da ist ein Wiedererkennen, ohne dass ich auch nur einen beim Namen nennen könnte. Sie ziehen direkt vor meiner Nase vorbei – Fußvolk und einige kleine Anhänger, auf denen Männer beisammen sitzen. Möglich, dass Alkohol getrunken wird, aber ich kann es nicht genau erkennen. Jedenfalls will ich mich einreihen, warte auf eine passende Lücke und auf eine Person, zu der ich mich gerne gesellen würde.
Der Umzug kommt langsam zum Stehen. Sie sind alle vor Erschöpfung eingeschlafen. Einfach so, während des Gehens! So schlafen sie teilweise im Stehen! Ich bin baff… „Hey, schlaft ihr wirklich alle?!!“
Einige schlagen die Augen wieder auf, kommen langsam zu sich. Die Müdigkeit weicht langsam. Es wachen jene auf, die gewillt sind weiterzuziehen! Ich will schnell meine Hose anziehen, ehe wir uns auf den Weg machen, löse mich aus dem Umzug, laufe hinüber in einen Umkleidebereich, wo wir alle unsere Taschen und Rucksäcke abgestellt haben. Es ist nicht einfach, meine Hose dazwischen ausfindig zu machen. Und mir wird die Blöße meines Unterkörpers unangenehm bewusst. Wo ist bloß meine Hose!?? Ah, ich sehe sie! Als mein Blick zu meinen Beinen geht, sehe ich, dass ich die Hose längst angezogen habe. Das ist für einen Moment verwirrend, aber letztlich… gut so!
[...]
Ein kleines leeres Zimmer. Nur eine Katze ist drin. Sie sitzt vor dem Fenster und blickt hinaus. In meiner Hand ein kurzes Aststück. Mit dem abgebrochenen Ende müsste ich nun kräftig im Fell der Katze reiben. Dabei stelle ich mir vor, wie ich das tue… auf ihrer linken Brust, dort wo die Vorderbeine beginnen. Aber würde ihr das nicht weh tun? Ich könnte sie dabei verletzen! Womöglich setzte ich die Katze in Brand? Schließlich würde das Feuer tief im Fell, auf der Haut der Katze entfacht werden, so dass die Flammen ziemlich sicher auf das Fell übergreifen würden, noch ehe ich das flammende Holz herausziehen könnte? Ertrüge ich ihren Anblick, wenn der brennende Schmerz in ihren Augen aufloderte? Daraufhin dreht die Katze mir den Kopf zu, schaut mich ernst und nüchtern an… aus ihren Augen sprechen tiefe Erfahrungen. Eine Antwort gibt sie mir nicht. Und es gibt keinerlei Anzeichen, dass sie sich verweigern würde. Womöglich liegen ihr meine Sorgen völlig fern.

Notizen:
Die Katze erinnert an eine Karte, die ich vor vielen Jahren bekommen habe: „Zeit zum Segel setzen“ -> Meer
Cargo –>Fracht -> Schiff -> Meer
Wikinger -> Meer
-> „Segelnd auf weinfarbenem Meer hin zu Menschen anderer Zunge“

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