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Esperanto kaj ruĝa vino

Traum:
Unvorbereitet und völlig überraschend finde ich mich in folgender Situation wieder:
Michelbach. Ein schmaler unterbeleuchteter Eingangsbereich mit einem Tisch. Dort sitzt Frau Esperanto. Ihr gegenüber eine Frau, die zu einem Vorstellungsgespräch hergebeten wurde. Ich sitze links von dieser unbekannten Frau. Frau Esperanto sehe ich jetzt übrigens auch zum ersten Mal. Tscha, ich habe ja mit der ganzen Sache nichts zu tun, und mein Blick schweift ab… ein kleiner blonder Junge spielt weiter hinten im Raum. Der Sohn von Frau Esperanto. Hin und wieder braucht der Kleine Hilfestellung oder Aufmerksamkeit. Ich kümmere mich darum, so kann Frau Esperanto ihr Gespräch ungestört fortsetzen. Zwischendurch erledige ich noch andere Kleinigkeiten, die so anfallen. Offenbar ist es das, was bald Frau Esperantos Aufmerksamkeit auf sich zieht: mein gutes Auge für die Dinge, die erledigt werden müssen, ohne dass mich jemand darauf aufmerksam machen müsste. Immer interessierter schaut sie zu mir her, bis sie sich irgendwann von der anderen Frau endgültig abwendet. Mir ist gleich klar, dass sie in Erwägung zieht, mir den Arbeitsplatz zu geben.

Oups!!! Das hatte ich doch gar nicht angestrebt! Andererseits… warum nicht arbeiten?

Schwupps, schon bin ich zu einem Gespräch eingeladen, das sofort stattfindet. Mike ist nun an meiner Seite und sagt warnend: „Vorsicht!“ Und ich solle doch erst einmal fragen, um was für eine Arbeit es sich konkret handele! Ich stimme gleich in die Frage ein und stelle sie laut.

„Na, Türen polieren!!“, sagt die Frau mit etwas spitzer Stimme und leicht erhobenen Augenbrauen.
Oh, das hätte ich wohl wissen müssen?? Ich fühle mich sehr irritiert… Es braucht doch nicht den ganzen Tag, und schon gar nicht Tag um Tag, die Türen zu polieren!? Sonderbar… das käme ja einer Unterforderung gleich.

Gleich, also am frühen Abend, werden Gäste kommen. Vorbereitungen werden getroffen, der kleine blonde Junge muss betreut werden. Ja, vielleicht mag man mir diese Arbeit übertragen…? Letzte Zweifel an meiner diesbezüglichen Fähigkeit werden wohl durch den Umstand beseitigt, als dass ich die Nachbarin, die Puppenspielerin, gut kenne. Frau Esperanto sah mehrmals, dass wir uns draußen am Haus grüßten. Frau Esperanto mag es, dass ich die richtigen Menschen kenne. Ja, es gefällt ihr und so habe ich den Job mit dem Aufgabenbereich: Das Polieren der alten wurmstichigen Türen aus dunklem Holz. Und Kinderbetreuung.

Das Wohnzimmer der Esperantos erscheint in jungpopp’schem Stil. Ein alter, dunkler und sehr breiter Tisch aus Holzbrettern. Darauf feines, nostalgisches Porzellan, altes Silberbesteck… und Rotweingläser… unter einem Kerzenleuchter. Die Gäste sind noch nicht eingetroffen. Solange trinken Herr und Frau Esperanto eine erste Flasche Rotwein mit mir. Sie geht zur Neige… als Bedienstete fühle ich mich aufgefordert eine neue Flasche Rotwein besorgen, aber zuvor muss diese noch geleert werden. Nachdem ich allen nachschenkte, ist immer noch ein Rest in der Flasche. Während Herr Esperanto sich erhebt – sich sozusagen für den Besuch aufrichtet – schenke ich ihm noch nach. Zu blöd, es passt nicht rein. Na doch, es passte schon, aber Rotweingläser füllt man höchstens zu zwei Drittel! Ich will mich doch nicht blamieren! Hmm… wohin nur mit dem Rest Rotwein??
Gleich, wenn die Gäste da sind, werde ich meiner Aufgabe gerecht werden müssen – in einem mir fremden Haushalt. Damit verspüre ich eine etwas unangenehme Unsicherheit. Die Furcht, den Erwartungen nicht gerecht zu werden.

Wir erfahren dann, dass die Geweyhte inzwischen gestorben ist. Aha. Ich laufe also ins finnische Nachbarhaus – dort wohnt die Geweyhte – um nachzusehen, ob etwas Dringendes erledigt werden muss. Ein Blick in die Küche zeigt eine offene Besteckschublade. Ich bin sehr erstaunt, als ich sehe, dass die Geweyhte so viel Besteck mit roten Griffen hat! Da sie es nicht mehr brauchen kann, könnte ich damit mein/Esperantos/unser Besteck auffüllen. Wir haben nämlich zwei oder drei Bestecke dieser Art. Noch bin ich unentschlossen, ob ich das tun sollte. Vielleicht ist es gar nicht gewünscht?

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Eine Antwort zu Esperanto kaj ruĝa vino

  1. Da ist gestern etwas mit dem Trackback schiefgegangen, deshalb der Artikel unter obiger Adresse – wg. einem Pfeifenputzer, das war so eine Assoziation …
    LG Klaus-Peter