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Tödliche Bleikugel

Traum:
Einer von ihnen (Bekannte aus der Grundschulzeit) hatte vorhin – es war wohl vor diesem Traum – eine mehr als golfballgroße Bleikugel auf mich geschmettert.
Der Drall der Kugel ist von einer solchen Stärke, dass ich kurz befürchte, sie könne meine rechte Hand zerschmettern, sie könne mich tödlich treffen, während ich sie aufzufangen versuche. Doch mit einer nachgiebigen geschmeidigen Bewegung fange ich die Kugel auf, ohne irgendeine Verletzung davon zu tragen.

Kurz darauf komme ich an einem Verletzten vorbei. Er liegt in einer großen Bodenschale. In einer Flüssigkeit, die eine gewisse Eigenschaft hat. Weniger leicht und mehr elastisch als Wasser, und mit einer höheren Gleitfähigkeit. Der Kopf liegt seitlich in der Flüssigkeit, so dass seine linke Kopfhälfte oberhalb des Wassers treibt. Eine mehr als golfballgroße Bleikugel traf den Mann und riss einen riesigen Krater auf, dort wo einmal die Wange war. Das wasserleichenfarbene Fleisch und das bleiche Knochengewebe sind halb aufgelöst. Weitere Gewebeteile lösen sich gerade ab. Mag sein, dass der immense Druck des Geschosses zu der globusartigen Anschwellung des Augapfels führte. Vielleicht entsteht dieser Eindruck aber auch nur deshalb, weil der Augapfel teils freigelegt wurde. Mir wird nun auch klar, dass der Verletzte – oder deutlicher gesagt: der Tote – in einer ätzenden Flüssigkeit liegt. Möglicherweise ist es Leichengift. Der Anblick wird langsam unerträglich und ich höre Stimmen laut werden, die sich entsetzen, vielleicht auch über mich entsetzen. Okay okay, warum schaue ich mir das auch so lange an. Das muss ja gar nicht sein.

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