Home » Traumtagebuch » Sonderbare Geschenke

Sonderbare Geschenke

Traum:
In der Nacht. Meine Eltern holten mich mit ihrem Auto vom Bremer Hauptbahnhof ab. Ich sitze auf der Rückbank und schaue zwischen die Vordersitze hindurch, während wir zum Hauptbahnhof fahren. Das Dunkel der Nacht ist angenehm vom milden Schein unzähliger Straßenlaternen erhellt. Wir fahren auf und neben einer Reihe von Hochstraßen, die sich wie Achterbahnen in einer langgestreckten Höhle hinauf und hinab winden. Wie aus dem Hinterkopf kommend, dringt eine Erinnerung ins Bewusstsein… Gab es gestern nicht eine Nachricht von einem tödlichen Unfall, der sich auf unserer Fahrt ereignen würde? Genau hier auf der Gefällstrecke kurz vor dem Bahnhofsbereich?! Ein Frontalzusammenprall? Und während wir die Straßen hinabsausen, meine ich dort unten das angekündigte Fahrzeug zu sehen: ein dunkles Vehikel (fabelinsektenhaft anmutend), das – so scheint es zumindest für einen Moment – uns gleich auf unserer Spur entgegen fahren wird?! Die Kollision scheint unabwendbar, es gibt keine Ausweichmöglichkeit! Mir stockt der Atem und die Stimme, als ich meinen Vater, der das Fahrzeug lenkt, warnen will! Im nächsten Moment erreichen wir das Fahrzeug und es sieht so aus, als habe ich mich getäuscht… oder? Ich kann es nicht deutlich erkennen!! Ich gewinne nun immer mehr Distanz, denn inzwischen überschaue ich das Auf und Ab der Straßen, wie es mir zuvor nicht möglich war. Die Bahnen haben etwas Schwungvolles, Gleitendes… faszinierend.

Im Kinder-Schlafzimmer meiner Eltern. Meine Mutter holt allerlei Geschenke für mich hervor, die sie im Laufe der letzten Wochen für mich gekauft hatte. Es sind lauter kleine Dinge, die keine Notwendigkeit haben. Schmuck aus silbernem Metall. Kleine Püppchen mit Kleidern aus Metallstoff, mit Glasstaub geschmückt. Eines der Püppchen trägt eine schmale Metallkette über dem Kopf, über den Scheitelpunkt hinweg, und geht beiderseits durch die Löcher in den Ohrläppchen und hängen im weiteren Verlauf lang neben dem Puppenkörper hinab. Diese Kette ist verfänglich! Ich spüre, wie ich mich verkrampfe und es mich zusammenschnürt. Und während mein Vater mir zuschaut, ziehe ich die Kette vorsichtig und gleichmäßig an beiden Enden, schnüre sie ein wenig zusammen und führe sie wieder über den Kopf der Puppe zusammen, um sie dort zu einer Schleife zu binden! Mein Vater scheint einverstanden mit dieser Lösung und ich habe das Gefühl, die Situation irgendwie gerettet zu haben.

Tags: