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Entschuldigung, ich bin konservativ

Traum:
Nach langer Zeit kümmere ich mich mal wieder um den Firmenhaushalt. Aha, Klara, der Tochter, wurde inzwischen ein anderes Zimmer zur Verfügung gestellt. Ein ausrangiertes Wohnzimmer. Ich nehme Bilderbücher von der Armlehne einer alten braunen Ledercouch, lege ein paar ihrer Shirts zusammen. Dabei stelle ich fest, dass ich ein solches Zimmer für ein Mädchen ziemlich lieblos finde. Mit einem Male erhebt sich der Chef des Haus, der bis eben am Schreibtisch arbeitete, und tritt an mich heran und wiederholt sinngemäß, was ich gerade dachte: „Sie meinen also, dieses Zimmer sei für ein Mädchen nicht angebracht?“

„Oh… äh… ähm…“, beginne ich zu stammeln. So wollte ich das ja eigentlich gar nicht sagen. Etwas beschämt muss ich auf etwas hinweisen, um meinen Standpunkt in das richtige Licht zu rücken (um deutlich zu machen, dass meinem Standpunkt selbstverständlich keinerlei Gewicht beizumessen ist!): „Ich bin etwas konventio… *verhaspel* … konvers… ähm, nein, ich meine natürlich, ich bin etwas konservativ! Ja, konservativ!!“ Endlich ist es heraus.

Boah, ist mir das peinlich. Nicht nur, dass ich zugeben muss, konservativ zu sein! Nein, da bringe ich noch nicht einmal das Wort richtig über die Lippen! Das peinliche Gefühl verstärkt sich noch dadurch, dass mir meine Kleidung bewusst wird. Ich trage nur ein Shirt mit Spaghettiträgern. Sehr tief dekolletiert, auch an den Achseln, und die Trägerfäden liegen nur ganz lose auf den Schultern, ohne Halt zu geben. Es ist übrigens ein schwarzes Shirt (zu einem kurzen Jeansrock). Ich fühle mich fast entblößt, unangenehm offen-herzig und beginne zu frösteln, verspüre den starken Wunsch, mich bedeckter zu halten.

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