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Leberknödelsuppe und feuriges Papier

Traum:
Eine unbenennbare Frau und ich nehmen im Nebenzimmer eines kleinen Restaurants Platz. Die tiefstehende Abendsonne fällt schräg durch die Gardinenschleier vieler Fenster, taucht den Raum in mildes Licht. Runde Vierertischchen stehen im Raum, mit weißen Tischtüchern gedeckt. Wir haben bereits die Bestellung aufgegeben und warten auf den ersten Gang, als die Lehrerin und der pfeiferauchende Theaterkritiker eintreten, die ich aus Worpswede kenne. Es gibt ein überraschtes und erfreutes Hallo, als wir uns sehen. Die Beiden setzen sich an einen Tisch schräg links hinter meinem Rücken. Verschmitzt grinsend sage ich zu den Beiden, ich könne mir schon denken, welche Vorspeise sie wählen. „Leberknödelsuppe!“ „Ja, das stimmt!“, sagen sie lachend und schauen mich fragend an.
An der Wand vor mir hängt eine Fotografie, die der Inhaber einmal von den Beiden machte, als sie hier Leberknödelsuppe aßen. Das Paar und die servierten Suppentassen nehmen in etwa zu gleichen Teilen Raum auf dem Bild ein. Es soll auch andere Gäste davon überzeugen, wie lecker Leberknödelsuppe ist. Und es gibt wohl kaum eine bessere Werbung als zufriedene Kunden, die dieses Gericht immer wieder bestellen.

Es gibt nun einen kurzen und fließenden Übergang: ich bin nun allein im Raum. Etwas veranlasst mich zu einem Serviertischchen zu gehen, das sich gleich rechts neben der Tür befindet. Dort steht ein Rechaud mit integriertem kleinen Backofen. Ich öffne vorsichtig die Klappe und schaue hinein. Auf dem Rost liegt ein Stück Backpapier. Durch die Wärme rollte es sich auf und geriet in Kontakt mit den Heizstäben. Es schlägt bereits Flammen!! Schnell streife ich den Ofenhandschuh über, hole das brennende Papier heraus, um es in die Küche zu tragen. Ich muss mich sputen, denn das Papier wird schon brüchig, so dass ich brennende Teile verlieren könnte. Bereits im nächsten Augenblick stiebt das zerbröselnde Papier funkengleich zu Boden. In der Küche angekommen, sagt man mir, ich solle das brennende Papier doch in den großen Ofen legen. Dort könne es verglimmen ohne Schaden anzurichten. Ich öffne die Ofentür, aber oje! Darinnen liegt bereits ein größeres Stück gewelltes Backpapier, das ebenfalls im Begriff ist, in Flammen aufzugehen! Soweit nicht schlimm, aber wenn ich mein Stück Papier noch dazu täte, dann könnte das innere Feuer womöglich doch nach außen durchschlagen. Wenn ich nicht gleich eine Entscheidung fälle, werde ich mir nicht nur die Finger verbrennen; ein größerer Brand könnte die Folge sein. Was soll ich bloß tun?

Notiz:
Leberknödel… das hab ich ja noch nie probiert!

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