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Ernüchterung

Traum:
Ein sehr langer, schmaler Raum. Er erinnert an die Nüchternheit unzähliger Alltage. Ich arbeite an einem meterlangen Leinwandstreifen aus grauem Nylongewebe, der mitten in der Halle zwischen Maschinen und Geräten hängt. In handbreiten Abständen wird der Streifen von etwas – das sich der Logik entzieht – gehalten, so dass es wie ein Fließband in der Luft hängt. Mit einem Teigschaber bringe ich geringe Mengen Rotweins von unten zum Gewebe, hebe dort jeweils das Band kurz und fächelnd an, ehe ich fortschreite. Auf diese Weise könnte die Fließfähigkeit womöglich erhöht werden. Erst langsam wird mir klar, dass ich dies tue, um der spürbar zunehmenden Ernüchterung auszuweichen.

Deutung:
Mein derzeitiges Tun/Verhalten trägt eher noch dazu bei, dass sich immer wieder und immer eindringlicher das Gefühl der Ernüchterung einstellt.

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