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Strafbar!

Traum:
Untertitel: WIZZARD
In einem Flugraum. Quadratisch, ohne Fenster; an einen Schutzraum erinnernd. Wenige Passagiere an Bord. Es dauert nicht mehr lang, da werden wir landen. In mich versunken, spüle ich unser benutztes Geschirr und räume es in ein Hängebord, mitten im Raum. Mir wird bewusst – oder ein Wissen strömt ein – dass dieses Mal eine Landung bevorsteht, die mit einer größeren Erschütterung verbunden ist. Voller Sorgfalt schiebe ich jedes Glas und jeden Teller so hin, dass zwischen allen ein gewisser Abstand gegeben ist. Vielleicht lässt sich so vermeiden, dass hier hinterher ein großer Scherbenhaufen liegt…?

In der Küche der alten Geweyhten – trübes Tageslicht. Sie schläft noch, während ich hier klar Schiff mache. Ich nutzte die Küche während der letzten Tage. Doch nun steht der Abflug bevor. Ein großer Müllsack, wie eine besonders große Windeltüte, ist prall gefüllt. Mithilfe der oberen Trägerenden, verknote ich den Sack zu beiden Seiten und stelle ihn neben den Schrank, wo bereits ein kleiner Müllsack steht. Als ich noch etwas auf dem Boden finde, muss ich die Knoten nochmals lösen, was ich etwas nervig finde, aber dann geht es doch einfacher als gedacht. Eigentlich sollte ich die Müllsäcke zur Mülltonne tragen. Die Geweyhte ist gebrechlich und wird das nicht entsorgen können. Aber es ist fünf vor Vier. Um 16 Uhr geht der Flieger! Ich schaffe es nicht und muss den Müll hier leider stehen lassen.

Abflugshalle. In fünf Minuten ist es 16 Uhr: Abflugszeit. Eine Frau sitzt rechts neben mir auf der Bank. Ansonsten ist die Halle menschenleer. Die Frau hat ein Bestellformular vor sich liegen und bereits einen Kugelschreiber parat, um meine Bestellung aufzunehmen. Ich fühle mich etwas gereizt… So ein Blödsinn! In meinen Händen halte ich ein Pixie-Heftchen mit der Rückseite nach oben. Eine Abbildung vom Pixie-Männchen. Daneben alle notwendigen Zahlen aufgeführt, die ich für eine Bestellung brauche. „Warum kann ich die Bestellung nicht allein aufgeben?“
'Sig' von Traumzeit
„Das kann ich Ihnen sagen“, antwortet die Frau. Als ich mit einem verständnislosen Blick antworte, erwidert sie süffisant lächelnd: „Guuut…, dann geben Sie mir doch mal die erste Nummer.“

Aha, sie will mich also testen. Aber so geht es ja nicht: „Oh, das ist nicht fair! Sie sollten wenigstens dazu sagen, welche der Zahlen gewünscht ist!“ Es stehen nämlich drei Zahlen auf dem Pixie-Heft: Produktnummer, Heftnummer, Auftrags- bzw. Identitätsnummer. Aber gut, okay, nehme ich also diese Zahl: „0096……….“

„Sehen Sie…., das stimmt schon mal nicht“ antwortet sie. Dann aber sagt sie, welche der Nummern eingetragen werden soll. Und wie zum eigenen Hohn verwechsele ich die Zahlen und gebe wieder eine falsche an. Kruzifix nochmal! Also, ich finde, das könnte doch alles viel eindeutiger auf dem Bestellschein gekennzeichnet sein. Dann könnte jeder Mensch ganz selbständig eine solche Bestellung aufgeben.

Mit einem Mal – einem machtvollen Donnern ähnlich – rollt sich ein lautloses Wort diagonal über den gesamten Traum: WIZZARD

Wizzard! Eine Erkenntnis durchfährt mich: Oh Schreck, die Sigrune in doppelter Ausführung. Das ist verboten!

Vor Schreck wache ich auf.

Nachtrag:
Der Traum wurde gegen Ende luzide, und ich dachte: Oh nein, was soll bloß dieser Traum? Mich hätten doch ganz andere Dinge interessiert!
Und dann kam Wizzard, wie ein Blizzard.

Notizen:
Wird Wizard nicht mit nur einem z geschrieben? Fatal error?

Sigrune… Düstere Vergangenheit…

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