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StayFriends – citruid

Traum:
[Bisheriges Traumgeschehen entzieht sich bis zu folgendem Punkt meiner Erinnerung]

An einem kleinen Bahnsteig im Untergrund sind nach und nach einige ehemalige Klassenkameraden zusammengekommen. Gemeinsam mit einer Freundin trete ich aus einem anliegenden Raum hinzu. Kaum sehen sie mich, da beginnen sie mit ihren Hänseleien. Ich murmele meiner Freundin zu: „Dagegen wehre ich mich – wie immer.“ Überrascht die Reaktion meiner Freundin: „(Häh), das hast Du doch gar nie getan?!?“ Nein? Das kommt mir aber gar nicht so vor!!!

Mit einem langen Aststück – es ist schlangenförmig gewunden, knorrzig und mürbe – gehe ich auf die betreffende Person zu und schlage ihr maßregelnd auf den Po. Es sind nur leichte Schläge, denn ich möchte nicht, dass mein Ast zerbricht. Und ich möchte niemandem wirklich weh tun. Aber ich will damit Zeichen setzen!

Klaus kommt auf mich zu. Aufbrausend. Und – naja – er ist halt so groß! Der war damals ja auch schon 18, als er zu uns in die Klasse kam. Boah, er lässt eine nörgelnde vorwurfsvolle Litanei auf mich niederprasseln, die ich auch hier mit Schlägen auf sein Hinterteil quittiere. Ein gutes Gefühl, wie seine heiß prisselnden Vorwürfe ein Ventil in meinen Schlägen finden. Ein gemeinsames Rangeln, das jedoch nur temporäre Erleichterung bringt. Klaus verschwindet dann irgendwie… irgendwo…

Am Rande des Bahnsteigs befindet sich ein Raum – so als sei es ein kleiner Maschinenraum. Als ich eintrete, treffe ich auf eine Bekannte, die hinter einem DJ-Tresen steht. Die kleine Kammer ist von wummerndem Techno erfüllt. Einen Teil des abgrenzenden Tresens sehe ich genauer: ein Gitterzaun aus wellenartigen Metallschnüren. Aha, hier ist hier also Klaus’ HighTech-Lounge. Die Bekannte zeigt auf den Fußboden neben sich. Ich gehe näher, schaue über die Abgrenzung… Dort verläuft ein Schienenstrang wie von einer Schmalspurbahn. Das gesamte Gleisbett ist mit einer gallegelben Flüssigkeit gefüllt, die von himbeerroten speichelartigen Fäden durchzogen ist.
Ich schaue die Bekannte stumm an (Hat er…?). Sie nickt. Klaus hat also wieder einmal versucht, sich selbst zu töten. Ach herjee… Da stürmt Klaus den Raum. Wild, aufgebracht und lamentierend. Als er an mir vorbei gehen will – es ist so eng hier! – wird mir angst und bange. Er wird mich vielleicht niederreißen, wenn nicht sogar angreifen? Schrecklich wäre allerdings, er würde sich in meiner Gegenwart den Garaus bereiten. Das ertrüge ich wohl kaum. Er prescht vorbei, ohne mich auch nur zu beachten und verschwindet in einem dunklen Schienenraum hinter mir. Oje… Mit einem Male spült, von hinten kommend, ein Schwall reinigerblaues Wasser auf die Schienen. Ich atme auf… auch dieses Mal ist der Krug an uns vorbei gegangen – Klaus’ Depression ist erst einmal vorüber.

Dann ein Wort wie eine Endlosschleife im Kopf: Mandelkern… Mandelkern… … … … Mandelkern… … … Mandelkern
Im Wechsel mit oder überlagert von Citruid… citruid… citruid…

Notiz:
Interessant der Zusammenhang zur Amygdala (Mandelkern)
Fehlfunktionen der Amygdala können unter anderem zu Erscheinungen, wie sie in diesem Traum symbolisiert werden, führen.

Zitat:
„Für das Negative in unserem Leben, das mit der Ausbildung von Furcht und Angst verbunden ist, ist vornehmlich der Mandelkern (Amygdala) zuständig,…“ […] weiterlesen

Suizid:
Wassergehalt der Angst
Pflaumenblaue Suizid-Band
Gelbe Ente sorgt für mildernde Umstände

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