Home » Traumtagebuch » Innenlieben

Innenlieben

Traum:
Ein Vereinszimmer mit rundem Tisch in der Mitte. Die Mitglieder sitzen rundherum, als ich hinzu komme. Meine Jugendliebe hat mich eingeladen, den Narren beizutreten. Auf dem freien Stuhl nehme ich Platz. Bereits im nächsten Moment tritt meine Jugendliebe in den Raum und wirft eine lange, zu einem Kreis geschlossene Filzschnur – Weihnachtsrot, Tannengrün, Weiß – hoch, über die Köpfe hinweg, so dass sie wie ein großer Ring auf unser aller Schultern zu liegen kommt. Bisher war ich kein Mitglied eines Karnevalvereins und ich wundere mich, dass ich gleich richtig mit einbezogen werde.

Wenige Tage später – kurz nach dem Wochenende – treffen meine Jugendliebe und ich am Rande des älteren Hauses zusammen. Er kommt, um wegen meines Beitrags zu fragen. Ja, ich bin fast fertig! Mein Beitrag ist eine Karnevalszeitung, die ich selbst gestaltet habe. Das Deckblatt ist aus wellenartig geriffelter, weinroter Pappe gebastelt. Das Innenlieben Innenleben besteht aus einem pornografischem Comicstrip. Aus einschlägigen Magazinen schnitt ich die Fotos nackter und verschlungener Leiber und fügte sie aneinander, wie zu einem Filmstreifen. Das Deckblatt ist noch nicht ganz fertig, es fehlt noch die Illustration. Ich stelle mir eine prägnantes Bild vor, das beim Betrachten eindeutige Rückschlüsse auf den Inhalt zulässt. – Oh! Da fällt mir ein… Heute ist bereits Mittwoch. Und am Mittwoch sollte ich das fertige Stück abgeben! Zum Glück ist erst Vormittag, da schaffe ich es noch.

Hmm ja… ich überlege, welcher Art das Bild sein soll. Ob ein Foto oder eine Zeichnung. Eine Zeichnung hätte den Vorteil, dass ich sie ganz nach eigenen Vorstellungen gestalten könnte, während ich bei einem Foto immer auf eine beschränkte Auswahl angewiesen wäre. In der Fantasie male ich ein Bild mit schwungvoll runden Strichen. Ein himmelwärts strebender Phallus von saftig-kerniger Stärke und sichtlich geschwollener Eichel. Eine Frau hinzu… genüsslich an ihm lutschend, flutschend. Ich liege im Bett, mit der Hand zwischen den Schenkeln, immer erregter streichele ich mich, während sich das Bild immer mehr nach meinen Vorstellungen malt. Erst als Mike kommentiert „Sag Bescheid, wenn Du fertig bist“ bemerke ich, dass er noch neben mir liegt. Ich drehe mich zu ihm, fühle seinen warmen Körper unter meinen Händen, sage angeregt: „Och nö, da möchte ich doch lieber jetzt mit Dir…“ und schiebe meinen Schenkel über seinen. Nur leider wird das nichts, denn er erinnert mich: „Du weißt doch, ich muss jetzt aufstehen und zur Arbeit gehen.“

Notiz:
Die Farben wiederholen sich in den Erbstücken
Begegnung mit der Jugendliebe

Tags: