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Unerwartetes Selbst-Öffnen

Traum:
Soeben komme ich heim, lege – ohne das Licht einzuschalten – meine Jacke an der Garderobe ab und ziehe die Schuhe aus. Dabei geht mir die Frage des Spiegels durch den Sinn: „Gibt es Sie wirklich?“ Tja, eine gute Frage… Als ich in Gedanken versunken zur Küchentür eile – mein Kind im Gefolge – öffnet sich im Vorübergehen ganz von allein die Wohnungstür! Nein, fast könnte man annehmen, allein mein nahes Vorbeigehen löse den Vorgang des Öffnens aus, ohne dass ich überhaupt etwas aktiv unternehmen müsste!
Wie auch immer, es löst ein Gefühl leichter Bedrohung aus, denn im gleichen Atemzug tritt der Otto-Mann – lange mittelblonde Lockenhaare, braune Lederjacke, Jeans – über die Schwelle. Ich hatte noch nicht einmal geahnt, dass jemand vor der Tür steht. Oh nee, hat der sich schon wieder in der Etage geirrt? Bereits zu Beginn – welcher sich leider meiner Traumerinnerung entzieht – war er mit einem Kumpel an meiner Tür aufgetaucht. Da aber hatte ich selbst die Tür geöffnet und mir war nicht wohl mit diesen Gästen gewesen. Dass sich meine Wohnungstür nun allein doch den Luftzug öffnet, der durch mich erzeugt wird, ist etwas, das mir noch nicht aufgefallen war. Es vermittelt ein unangenehmes Gefühl der Schutzlosigkeit. Und es sieht so aus, als wolle der Otto-Mann hier Raum ergreifen, denn er setzt seinen Weg in die Wohnung unbeirrt fort. Er stellt sich ganz offenbar nicht die Frage, ob er hier richtig ist.

Notiz:
Im Traum fiel es mir nicht auf, aber als ich in der Früh die Wohnungstür öffnete… Da wurde der Zusammenhang mit dem Spiegel klarer: Bei offener Wohnungstür ist kein Blick in den Spiegel möglich, da das Türblatt davor zu stehen kommt.

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