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Bissiges im Nacken?

Traum:
Nachdem ich ein paar Aufgaben erledigte, verlasse ich das große Gebäude mit einem Gefühl der Erleichterung. Es ist ein herrlicher Tag. Der Himmel weitblau, die Sonne scheint. Am rechten Wegrand sehe ich den Chef-Heizer. Er sitzt unter einem Baum, auf einer Bank, die dem Stamm halb umkränzt. Kurz überlege ich einen winkenden Gruß… aber nein, wahrscheinlich kennt er mich schon gar nicht mehr. Ich gehe nach links den breiten hellen Sandweg weiter, der an einer breiten, halbrund angelegten Holztreppe endet. Nach wenigen Stufen setze ich mich. Es ist so warm, ich könnte meine rote Jacke ausziehen. Aber vielleicht ist es doch noch zu früh.

Zwei Frauen kommen mit ihren zwei Hunden, setzen sich auf gleicher Höhe zu mir. Sie sind hier mit Verwandten verabredet. Die beiden Hunde sind mittelgroß. Einer sieht aus wie ein blondgelockter Chow-Chow und trägt ein rotes Halsband. Der andere Hund hat ganz weiches weißes Fell. Beide blicken sehr freundlich und ohne jegliche Gerissenheit.

Die beiden Frauen schauen zu mir her und eine von ihnen sagt dann: „Es tut mir leid, aber die Hunde… Vielleicht ist es besser, Sie gehen. Die Hunde sind etwas bissig.“

Das ist wirklich freundlich, dass die Frauen mir das sagen. Natürlich, ich will gar nicht für unnötige Aufruhr sorgen, stehe auf und sage: „Das ist aber nett, dass sie mir das gleich sagen!“

„Ach, ich weiß gar nicht, ob das richtig ist, Ihnen das so zu sagen?“, erwidert die Frau.

„Doch, doch!! Vielen Dank!“, sage ich und meine das auch so.

Häufig verlaufen solche Situationen nämlich ganz anders und viel weniger rücksichtsvoll. Als ich die Treppe wieder hinab gehe, kommen mir schon die Verwandten der Frauen entgegen. Deshalb komme ich nicht weiter, der Weg ist nicht frei. Und… ich spüre da doch etwas im Nacken?! Ich bemerkte, dass mir beide Hunde folgten. Hat jetzt – wider Erwarten – einer von ihnen doch zugeschnappt? Ich spüre ein hauchfeines Knabbern im Nacken, wobei ungewiss bleibt, ob es wirklich einer der Hunde ist, oder ob es meine Haare sind. Nein nein, ich kann es kaum glauben, aber es ist eindeutig ein Nagen im Nacken zu spüren. Es hat nichts Bedrohliches, aber da die Frauen doch sagten, die Hunde seien bissig, wird mir doch etwas mulmig. Vielleicht könnte es doch geschehen, wenn ich zulange hier stehe?

Notiz:
Üblicherweise ist es doch anders herum und die Hundebesitzer sagen, ihr Hund beiße nicht!

Und: sollte im Nacken nicht eigentlich der Schalk sitzen? Oder ist es der Schalk, dessen bissige Bemerkungen ich fürchte, da sie mir allzu leicht über die Zunge kommen wollen? Das sind die spitzen Querulanten im Mund, an denen ich mich fast verschlucke. Und das habe ich davon: Halsweh.

Liegt meine Achillesferse im Nacken?

Weitere Assoziation: Beim Aufwachen kam mir spontan das Bild der Tarotkarte „Der Narr“ -> wegen des Hundes.

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