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Pepitaschal

Traum vom 25. Februar 2007
Ein schlichtes großes Festzelt bot bis jetzt die Möglichkeit, an einem der langen Tische zu sitzen. Nun ist Aufbruchsstimmung, denn das Zelt wird bald geschlossen – die Veranstaltung in der Nähe ist vorüber. Die meisten Leute haben bereits ihre Sachen genommen und sind gegangen. Mike und ich räumen gerade unseren Kram in eine braune Papiertragetüte. Unter anderem auch einen Schal aus Flanell mit braun-blauem Pepitamuster, der auf dem Tisch lag. Mike nimmt ihn erst nach kurzem Zögern zusammen, hält kurz inne, ehe er ihn in die Tüte legt. Er ist nicht sicher, ob es wirklich sein Schal ist – diese Schals schauen einander ja auch zu ähnlich. Selbst wenn es nicht sein Schal wäre, so wäre es wohl kein Verbrechen, diesen nun an sich zu nehmen, da niemand zu sehen ist, dem er gehören könnte. Auch von den Nebentischen kommen keine Blicke, die Interesse vermuten ließen. Inzwischen sind zwei Betreuerinnen aus dem Erdhügel angekommen, stehen hinter meinem Rücken und schauen freundlich lächelnd zu. Sie sind dafür verantwortlich, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Hmmm, der Schal… es nervt mich langsam, dass ich so schrecklich konservativ bin! Denn nur deswegen habe ich jetzt ein unangenehmes Gefühl damit, dass Mike den Schal an sich nimmt. Denn falls dieser Schal doch jemanden anders gehört, könnte man es zumindest als unrechtmäßige Bereicherung betrachten.

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