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Aufdringliche Madeleine

Traum vom 2. August 2009:

Stefan kommt zu mir in den kleinen, familiär anmutenden Raum, setzt sich auf ein Holzkästchen seitlich vor die Küchenbank und erzählt mit verhaltener Stimme, er werde Vater. „Was sagst Du dazu?“ will er wissen. „Gut!“ antworte ich. „Gut! Oder spricht etwas dagegen?“ Er sagt: „Ich habe Dir etwas mitgebracht“, greift in seine linke Jackentasche und holt eine lecker goldgelb gebackene Madeleine hervor. Auf der Oberseite – dort, wo das Jakobsmuschelmuster eingebacken ist – ist diese mit dunkellila Brombeergelee gefüllt. Die Madeleine hat sich flugs von seiner Hand gelöst und schwirrt jetzt wie ein träger dicker Brummer in Bauchnabelhöhe um mich herum. Immer wieder streckt sie ihre brombeerfarbene glibberige Fadenzunge heraus, aus deren Zungenspitze sie mich mit dicken Flatschen Brombeergelee anspuckt. Welch ein aufdringliches Gebäck! Im ersten Augenblick erschien sie mir ganz appetitlich, doch so bedrängt zu werden, widert mich an. Ich weiche rückwärts laufend vor ihrer saftig-süßen Spucke zurück, ziehe den Bauch ein, halte die Arme hoch, um mir keine Brombeerflecken einzuhandeln! Doch sie lässt mir keine Ruhe, drängt sich immer wieder auf. Und immer wieder entrollt sie ihre lange Brombeerzunge. *flatsch*

Traumpfade: Diese Woche 300g abgenommen. Vielleicht sollte ich mal einen Schlemmertag einlegen, um dem Körper zu signalisieren: es herrscht keine Not, geh an die Reserven! Oder ist dieser Traum ein hinterlistiger Akt meines genussfreudigen Schweinehunds? <% image name="20090802" %>

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