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Der kleine Stoffladen

Traum:
Am späten Abend. Die kleinen Läden am Mainufer haben geschlossen. Dazu gehört auch das kleine Stoffgeschäft einer mir bekannten Frau. Es ist ein unauffälliger Laden mit erlesenen Stoffen von schnörkelloser unauffälliger Art. Es sind nur wenige, die sich dafür interessieren und den kleinen Laden betreten. Dass es mal zu einem Geschäft kommt, ist noch seltener. Die Inhaberin arbeitet hier Tag um Tag, von morgens bis abends. Sie hat nie einen freien Tag. Und da der Laden so wenig einbringt, überlegt sie, ihn aufzugeben.

Das wäre schade. Und während ich an der Worpsweder Schule vorbei zum Bahnhof gehe, überlege ich… Ich könnte dort arbeiten. Vielleicht immer nachmittags an einem bestimmten Wochentag. Ich habe auch noch einen Leinenanzug im Schrank. Ganz schlicht und unauffällig, den könnte ich dann tragen. Ich nehme allen Mut zusammen und mache der Frau das Angebot. Sie ist verblüfft, aber dann ist schon zu spüren, dass sie gleich ablehnen wird – wegen der entstehenden Kosten. Aber so ist mein Angebot nicht gemeint. Es ist mir etwas peinlich, vielleicht hält sie mich für etwas verrückt, dann aber traue ich mich doch und sage: „Ich würde unentgeltlich arbeiten. Einfach nur aus Freude am Tun.“
Ob ich noch anfügen sollte, dass meine Mutter bereits ähnliche Arbeiten verrichtete? Aber nein, das würde wahrscheinlich kein vorteilhaftes Licht auf mich werfen.

Die Frau zögert immer noch und ich fürchte, sie wird mein Angebot ablehnen.

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