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„Ich habe nichts!“ 3,99

Traum:
Öffentliche Räumlichkeiten. Es ist sehr früh am Tag, und ich laufe noch in Nachtkleidern herum. In den verwinkelten Räumen herrscht schon aufgeweckte Betriebsamkeit, obwohl noch gar nicht alle Lichter eingeschaltet sind. Nebenbei bemerkt: In einer größeren Nische ist es sehr hell. Dort spielt das Max Greger Orchester in lichten Anzügen auf einer lichten Bühne mit ätherisch anmutenden Instrumenten. Es hat etwas Elfenhaftes, so durchscheinend und kaum greifbar wirken sie. Die unaufdringliche Musik beschwingt auf sanfte Weise.

Um die Ecke, im Halbdunkel, an einem Gärtnertresen, steht eine Verkaufsperson. Als ich vorübergehe, spüre ich den prüfenden Blick. Und ahne sofort, sie hat einen Auftrag: sie soll sich vergewissern, dass ich die Blumen erhalten habe. Und – oh! – tatsächlich, in meinen Armen halte ich eine hohe Filzhülle (aus vier Filzbahnen gefertigt) in warmem Rotton. ’3,99′ Darin ist ein Strauß Blumen verborgen. Schnell bedecke ich die obere Öffnung mit dem Unterarm und ’3,99′ singe leise flüsternd: „Ich habe nichts! Ich habe nichts!“ Und im Kopf schwirrt ’3,99′ herum. Die Verkaufsperson schaut prüfender, will sich vergewissern, ohne etwas zu verraten, schließlich sollen die Blumen eine Überraschung sein. Mehrmals komme ich hier vorbei – ’3,99′ – , zeige die Blumen nicht, und jedes Mal flüstere ich ein vergnügtes „Ich habe nichts, ich habe nichts!“ Und – so als wolle ich es keinesfalls vergessen! – dümpelt wieder ’3,99′ durch den Sinn. In der Ferne schweben leise die Klänge des lichten Orchesters. Mit Distanz betrachtet… hat alles etwas Koboldhaftes.

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