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Drei Kreuze machen

Traum vom 2. August 2009

Es trifft mich ein wenig wie ein Schlag in der Magengrube, als mir einfällt, dass ich kaum noch Bargeld bei mir habe. Das werde ich aber brauchen, wenn ich mit der Kindergruppe samt Betreuer in die Filmvorstellung möchte. Zum Glück habe ich nur wenige Schritte weiter die Möglichkeit, mir Bargeld zu besorgen.

Draußen, unter freiem Himmel, steht ein kleines Promotion-Pult mit einer freundlichen Bankangestellten dahinter. Ich frage direkt: „Können Sie mir 100 Euro auszahlen?“ „Kein Problem“ so ihre freundliche Antwort.
Sogleich füllt sie einen Vertrag samt drei Durchschlägen mit meinen Daten aus – ich sehe jede Menge Absätze mit Kleingedrucktem – und legt es mir zur Unterschrift vor. Meine Vornamen schreibe ich aus und realisiere erst danach, dass das Unterschriftenfeld viel zu klein ist; mein Nachname passt nicht mehr hin. Hm, das ist natürlich blöd! Hätte ich das vorher geschnallt, hätte ich natürlich nur ‘Masters’ geschrieben. Mit meinem Vornamen unterschrieben zu haben, ist mir ein wenig peinlich.

Mit Bedauern zeige ich der Angestellten den Auszahlungsvertrag und sage beschämt: „Oje, ich habe ‘Marianne’ geschrieben. Der Nachname wäre sicher klüger gewesen. Was nun?“ Die Assistentin antwortet mit unerwartet fester Stimme: „Da können Sie drei Kreuze machen!“ Drei Kreuze? Ach…? Da habe ich ja, so gesehen, mit meinem Vornamen bereits mehr geleistet als mit diesen drei anonymen Kreuzen gefordert wird?! Es ist eine Auskunft, die mich etwas verstört. Ich hatte in diesem Falle mit höheren Erwartungen seitens des Geldinstituts gerechnet. Vielleicht bin ich sogar etwas enttäuscht, dass so wenig verlangt wird. Im nächsten Augenblick halte ich den gewünschten Geldbetrag in den Händen und kann meinen Weg fortsetzen.

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