Home » Traumtagebuch » Elf Indianer

Elf Indianer

Traum:
Die Fünfzigjährige mit den farblosen Wimpern hatte sich, wie ich, auf den Weg zum Meer gemacht. Der Untergrund zeigte sich steinig und staubtrocken. In weichen Steinmulden wachsen dürre Grasbüschel. Der Himmel blau, die Sonne scheint – das Wasser lockt.

Die Gründe meiner Umkehr sind unbekannt. Ich bedauere es und spüre leichten Schmerz. Wie schön wäre es doch gewesen…

Zurück in der Unterkunft. Ein kleines Zimmer in der ersten Etage mit Blick auf die Anfangsszene. Die Frau mit den farblosen Wimpern sitzt auf einem Sofa – nachdenklich, in sich gekehrt. Auch sie musste unterwegs aufgeben und erreichte, wie ich, das Meer nicht. Vielleicht lagen zu viele Steine im Weg – ich weiß es nicht. Und während mein Blick auf das kurze flachsblonde Haar der Frau fällt, das optische Fehlen der Wimpern immer wieder ins Auge sticht, erzählt sie mir von einem Führer, der ihr bei der Rückkehr folgenden Satz mit auf den Weg gegeben habe:

„Wenn es Dir gelingt, das Unveränderliche (einer Situation) in einen positiven Glaubenssatz zu wandeln, dann werden daraus 11 Indianer.“

Die Fingerspitzen der Frau gleiten tastend ihren Blusenkragen entlang… Der Führer gab ihr nicht nur diesen Satz mit auf den Weg, sondern hinterließ ihn in Form einer Stickerei auf ihrem Blusenkragen. Sie wird sich so immer daran erinnern.
Elf Indianer… was das wohl bedeuten mag? Die Bedeutung von elf Indianern erschließt sich mir nicht sofort… Unsicherheit, ob dies wirklich der richtige Weg ist. Aber vielleicht symbolisieren die Indianer eine Kraft, die aus der Akzeptanz erwächst? Welcher Art diese Kraft wohl sein mag? Oder vervielfacht sich der Spruch „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ dadurch auf fragwürdige Weise? Sollte man diesen Worten wirklich Vertrauen schenken?

Das Aufwachen wird von diesen Überlegungen begleitet


Rand-Notiz:

Überhaupt fällt auf, dass ich oftmals wach werde, sobald sich ein paar Fragen auftun.
Ich will lernen, im Traum Antwort auf diese Fragen zu finden.

Indianerreservat:
Probearbeiten in gediegenem Ambiente
Kuate
Herberge bei Pisa
Indianerhaare

Tags:

2 Antworten zu Elf Indianer

  1. Hallo Schorli,
    Deine Anregung – sinngemäß: „ -> Rothaut -> roter Löwe -> 11 KRAFT“
    finde ich ansprechend. Zumal der Name Hajo Banzhaf kürzlich im Traum auftauchte, was ich als Hinweis auf die Symbole des Tarot deuten könnte.
    Kraft, Vitalität, Lust und Leidenschaft. Die Karte zeigt den zivilisierten Menschen mit der Tiernatur. Das Tierische wird auf liebevolle Weise gezähmt.
    Beim Löwen denke ich auch an die Sonne (die der Herrscher des Tierkreiszeichens Löwe ist). Mir kommt beispielsweise Stolz und Arroganz in den Sinn. Wo viel Licht (gelber Hintergrund) ist, da ist auch viel Schatten… Klar greifbar ist er oft nicht, aber das Wissen darum ist ja trotzdem da. Ich möchte meine Selbstherrlichkeit „besiegen“. Leider kann es da zu Übertreibungen kommen. Es geht ja nicht darum, diese Anteile in die dunkle Ecke zu (ver)drängen, damit sie von niemandem gesehen werden (und dann womöglich ein fragwürdiges Schattendasein führen). Dieses Abschnüren meiner Tiernatur kostet viel Energie, denn sie ist ja stark und wird nach Ausdruck drängen. Zusätzlich kommt es zu weiterem Energieverlust, da ich gleichzeitig den Zugang zu dieser Kraftquelle verliere. So verliere ich allen Mut. Oft habe ich auch Angst, meine Krallen zu zeigen, denn ich fürchte Verletzungen. Das passt auch zu dieser rot-Haut.
    Das Herz-Chakra ist eine Entsprechung des Löwen.
    Dies ist vielleicht ein wirres Gedankenstückwerk, aber ich komme dem Traum doch näher und sehe Zusammenhänge auch mit anderen Träumen. Danke!

    Mir war übrigens zu der Elf noch eingefallen, dass ich kürzlich etwas über Elfen und Elben las (zum Traum Walhallanacht). Wilde Grüße


  2. Elfchen
    zarte Wesen
    Blütenlippen formen Ton
    Worte in irdenem Krug
    Scherbenhaufen