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Holly im Bahnhofshaus bei Melchiors Brücke

Traum:
Dämmerung, freies weites Grasland. Mike, ein oder zwei Unbekannte und ich sind mit unseren Fahrrädern unterwegs. Im Moment schieben wir unsere Räder, da wir die Eisenbahnbrücke nahe Melchiors Hütte erreicht haben und diese nun überqueren wollen. Bisher gab es links neben den Schienen immer einen schmalen Weg aus aneinander gelegten Holzbrettern. Extra für Fahrräder. Das ist schon einige Zeit her, inzwischen hat sich hier einiges verändert. Der Zugang zu dem erwarteten schmalen Nebenweg ist verbaut. Die Streben der Brücke lassen nur einen schmalen Spalt frei. Der Brombeerbusch, der in diese Lücke hineinwächst, erzählt davon, dass es schon lange her sein muss, das überhaupt jemand versuchte, sich doch noch einen Weg zu bahnen. Heute verwehrt er den Zugang – an den feinen Dornen würde man eh hängen bleiben. Mike schiebt voran, und da der Weg verwehrt ist, biegt er nach links ein, wo eine schmale steile Holzstiege zum Fluss hinabführt. Das ist viel zu steil und zu schmal! Ich sehe mich außerstande, das Fahrrad samt Kind dort heil hinunterzubringen! Und wie geht es dort unten weiter? Ich versuche einen Blick durch das Gestrüpp zu werfen, und was ich sehe ist entmutigend… Womöglich gelangen wir auf diesem Weg sowieso nicht zu anderen Flussseite. Auch die anderen halten inne, denn auch weiter treppab sieht es nicht vielversprechend aus. Wir kehren um.

Und gelangen ein altes Bahnhofsgebäude. Die Bahnlinie wurde vor langer Zeit stillgelegt. Das alte Bahnhofsgebäude wird nur noch als Wohnhaus genutzt. Es ist ein langgezogenes Gebäude, mit einem flachen Spitzdach. Der Fußboden ist mit kleinen Quadraten in Creme und Braun gefliest. Erinnert an Schachbrett, wurde aber zu einem anderen Muster zerwürfelt. Die Fliesen sind blank, gerade gesäubert wohl, es riecht auch so. Oje, und wir nun mit unseren Fahrrädern… Wenn ich auf die Straße gelangen will, und dieses Bedürfnis verspüre ich langsam, dann muss ich durch diesen langen Flur. Ich werde eine Spur hinterlassen – das sandige Profil meiner Reifen. Da kommt auch schon die Hausfrau. Sie sieht aus wie die Holly aus Reicholzheim. Und sie ist auch genauso nett! Seit dem Tod ihres Mannes lebt sie hier allein. Und das Wohnen hier sei bisher auch immer sehr schön gewesen, so erzählt sie. Aber in Kürze solle der Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden.

Jetzt sehe ich auch, dass eine Hauswand direkt an die Gleise der Eisenbahnbrücke grenzt. Das Haus dehnt sich, ähnlich einer Wassermühle bis über den Fluss aus. Es ist aus Fachwerk – cremeweiß verputztes Gemäuer mit dunkelbraunen Balken. Ganz klar, wenn eine Bahn dort lang fährt, dürfte es im Haus viel Unruhe und Vibrationen geben. Die Holly-Frau sagt dann auch, sie habe eigentlich in ein benachbartes Haus umziehen wollen. Leider sei ihr die Idee aber zu spät gekommen und nun sei die Schwiegertochter dort schon fest eingezogen. Holly möchte diesen Ort aber auch nicht verlassen. Das bedeutet, sie wird trotz der unangenehmen Veränderungen hier wohnen bleiben.

So ein großes Haus… überlege ich. Es ist auch verständlich, dass sie hier bleiben möchte. Es fühlt sich so gut an… der weite Flur mit dem Windfang… das alte Holztor mit zwei Türflügeln, die zur Straße weit offen stehen und beständig für frische Luft sorgen.

Szenenwechsel: Mike und ich schieben unsere Fahrräder die Brücke bei Tietjens Hütte hinauf. Dabei bemerke ich in den Weg hineinragende Öffnungen, die tief in den Abgrund blicken lassen. Nicht nur das, man könnte wirklich mit einem Fuß hineinrutschen und sich dort verfangen. Deshalb wechseln wir die Straßenseite, noch ehe der höchste Punkt der Brücke erreicht ist. Irgendwie muss sich diese Brücke doch überqueren lassen – vielleicht auf der anderen Straßenseite?! An der linken Brückenseite angelangt, stoßen wir auf ähnliche Probleme wie schon eingangs an der Brücke bei Melchiors Hütte.

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3 Antworten zu Holly im Bahnhofshaus bei Melchiors Brücke

  1. zuckerwattewolkenmond

    Hm, ich habe gerade “Holly, die Bahnhofsmaus” gelesen. *gg*

  2. REPLY:
    Im ersten Moment habe ich das so verstanden, als gäbe es ein Kinderbuch namens “Holly, die Bahnhofsmaus” (ähnlich “Emily, die Landmaus”) und wunderte mich etwas, dass Du gerade ein solches Kinderbuch liest. *gg*

  3. zuckerwattewolkenmond

    REPLY:
    Und ich wunderte mich, warum du einen Traum wie eine Kindergeschichte träumst.*gg*
    Aber ich habe erst letztens wieder “Das Haus unter den Kastanien” hervorgekramt und darin gelesen. Das war eines meiner Lieblingskinderbücher. ;o)