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Grüner Belag auf der Zunge

Traum:
Eine weite Grünfläche mit einzelstehenden Bäumen. Vielleicht eine Parkanlage. Ich auf stehe vor dem Holzgeländer, auf einer sanft geschwungenen, chinesischen Brücke. Etwas ferner und wie durch unsichtbare Schleier hindurch zu sehen, zwei uralte Elefanten; einander zugewandt, ihre gefurchten Rüssel s-förmig erhoben und einander fast berührend. Vielleicht der Eingang zu einem Tierpark. Aber das nur nebenbei, ich kann dem keine Aufmerksamkeit schenken, denn es geht um etwas anderes:

Ich habe ein Problem!

Da ist ein schimmelgrüner Belag, der sich dick auf meine Zunge legte. Die pastenähnliche Masse bedeckt die Zunge von ihrer Mitte bis tief nach hinten, berührt den Gaumensegel und löst leichte Würgereize aus. Mit einer weißen Serviette oder einem Papiertaschentuch und festem Druck, versuche ich es von der Zunge zu entfernen. Der Geschmack ist unangenehm, leicht gallig. Die grüne Masse auf dem Taschentuch, und die Tatsache, dass ich es aus dem Mund hole, löst Ekel bei den Spaziergängern, deren Weg bei mir vorbei führt. Ich ernte angewiderte Blicke. Aber was soll ich tun? Kaum ist die Zunge leidlich frei, kriecht erneut diese Masse hoch und legt eine neue Schicht auf meine Zunge. Dabei jedes Mal ein kurzes Brennen in der Kehle auslösend. Und wieder kämpfe ich gegen ein Würgen an. Als äußerst unangenehm erlebe ich, dass sich dies immer wiederholt. Es hört ja nicht auf! Inzwischen ist ein vertraut erscheinender Mann (Animus-Typ um die Vierzig) hinzu gekommen. Auch er wendet sich immer wieder ab. Es ist ja auch wirklich ekelhaft!! Aber er verlässt mich nicht.

Rand-Notiz:
Ein im ersten Moment bedenkliches Traumbild, bei dem ich allerdings einen deutlichen Bezug zum gestrigen Traum (erste Szene) sehe. Die Massage im Brustbereich hat vielleicht doch etwas gelöst – der Schlund fühlte sich im gestrigen Traum verhärtet an – und das kommt nun an die Oberfläche. Deshalb sehe ich es positiv, denn dies ist immerhin ein Weg, sich von Gift und Galle zu befreien. Vielleicht liegt mir auch noch die Caipirinha von vorgestern schräg im Magen.

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