Home » Traumarbeit, Traumtagebuch » Traumarbeit – Chiu Tsung 2

Traumarbeit – Chiu Tsung 2

—– Original Message —–
From: “Traumzeit
To: <Traumtempel>
Sent: Sunday, January 28, 2007 10:43 PM
Subject: Re: [Traumtempel] Chiu Tsung – der Kopf von Co op


die von Dir erwähnten Gegensätze waren mir noch gar nicht aufgefallen! Danke für diesen interessanten Hinweis! Stimmt, Elba findet sich quasi hinter meinem Rücken wieder. Und dann die Serviettenbriefe und die Postkarte. Spannend, dass mir auch dies nicht aufgefallen war, dass ich im Traum gleich zweimal Post bekomme! Halt in unterschiedlicher Form. Wo ist der gemeinsame Nenner? Haben beide Botschaften etwas miteinander zu tun?

Danke auch für die Fragen!
Co op – Keine Ahnung, ob es den Laden Co op noch gibt. Ich kann mich noch nicht einmal daran erinnern, einen Laden mit solchem Namen jemals betreten zu haben.

Was ich mit dem Geschäft Co op verbinde:
Unpersönlichkeit, Logistik, Kreislauf, Weite, Nüchternheit

Weiter fand ich es lustig, als ich mich sagen hörte: „Der Kopf von Co op“. Der Kopf vom Kopp sozusagen – das kam mir ganz spontan. Es lässt auch an Co-op-eration denken.

Gefühle im Bezug auf die Briefe:
Serviettenbrief - Erstaunen, Verwunderung, eine gewisse Sprachlosigkeit. Da hielt ich etwas Persönliches in den Händen. Die Servietten wirkten so vertraut, das Schriftbild auch. Aber Charka…. Hmm, wer ist Charka? Das war mir fremd.

Postkarte von Co op – Verblüffung, Erstaunen, aufkommende Freude, ein Gefühl, beschenkt worden zu sein. Auch schon eine gewisse Vorfreude, wenngleich ich es noch nicht richtig glauben konnte.
Ja, die Postkarte empfand ich als ansprechend. Eine klare Linie, keine ablenkenden knalligen Farben. Sie brachte es irgendwie auf den Punkt – nüchtern und sachlich. Ohne überflüssiges Trara.

Charka:
Ebenso wie R. fiel mir dazu Chakra ein. Ich hatte mich tatsächlich auch einmal in diese Richtung verschrieben, als ich den Traum niederschrieb. Ganz spontan fällt mir dazu ein Mädchen ein, mit dem ich zusammen konfirmiert wurde. Sie hieß Cinzia oder Cynthia – genau kann ich es nicht erinnern. Der Name war damals ziemlich ausgefallen. Und sie gehörte zu der Minderheit, die nicht in einem adretten weißen Kleid zur Konfirmation erschien, sondern in schwarzer Hose und Bluse mit lässigem Seidenschal. In dem Zusammenhang erscheinen mir auch die weißen Servietten als stimmig. Einmal im Hinblick auf das weiße Konfirmandenkleid, und zum anderen als Hinweis auf die Feier anlässlich meiner Konfirmation.

Der Traum erzählt nichts darüber, dass der Chef Charka kennt, oder dass er an ihr interessiert wäre. Das heißt nicht, dass er desinteressiert wäre. Vielleicht ist sie ihm gleich gültig.

Die Vorgesetzten – Mit der Mahnung, besser auf die Briefe aufzupassen, fühlte ich mich gut aufgehoben. Die Mahnung kam ja auch nicht maßregelnd oder so, sondern ganz sachlich und neutral. Während die Vorgesetzten (ich meine, es waren vier) mahnten, erschienen sie übrigens als eine energetische Wolke – etwa 50 m entfernt und in Stirnhöhe. Diese Energiewolke löste sich sofort auf, als mir diese Sache bewusst wurde und ich dafür die Verantwortung übernehmen wollte.

Elba – Damit verbinde ich einiges. Wie R. schon schrieb, erinnere ich mich an den schönen Urlaub im Mai vergangenen Jahres. Mit I. am Strand, Autotouren über die Insel mit phantastischen Ausblicken! Das Baden im Meer. Aber auch der Riesenschreck als die kleine Bucht, in der wir badeten, mit Wasser überspült wurde, und all unser Hab und Gut mit sich riss. Naja, und dann halt auch das Ereignis mit dem Surfbrett. Hatte ich hier davon erzählt? Kurz: An einem stürmischen Tag gingen wir an den Strand. Bei einer heftigen Sturmböe wurde ein unbefestigtes Surfbrett in die Luft geschleudert, und traf mich nach etwa dreißig Metern im Rücken. Warf mich und Moina zu Boden. Dieses Ereignis bildet dann auch die Brücke zu dem Chinesen Chiu Tsung.

Die vertraute Person empfand ich ähnlich wie Mike (ja, ich fühlte mich also sehr wohl mit der Person). Sie – die Person – war keinem Geschlecht zuzuordnen. Wir waren offenbar Arbeitskollegen. Wobei mir nicht klar ist, um welche Arbeit es dort ging. Wir standen ja draußen und es gab – wenn man mal von den Serviettenbriefen absieht – keinerlei symbolische Hinweise auf den Beruf, den wir da ausübten. Naja, na doch… wenn ich recht überlege. Co op wird da schon eine Rolle gespielt haben, wenn der Name auch erst später ins Bewusstsein kam. Servietten erinnern mich an meine Ausbildung zur Restaurantfachfrau – früher Kellnerin genannt.

Ob das Meer ähnlich dem von Elba ist… Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Einerseits würde ich Ja sagen. Da sein Temperament im Traum nicht zu erkennen ist, erinnere ich mich natürlich daran, dass ich das Meer dort im Mai im Nachhinein als eher unberechenbar erlebe – da ist man vor naturgewaltigen Wundern ja echt nicht sicher! :-)

Chiu Tsung – erinnert mich an mein Weihnachtsgeschenk. Ich bekam nämlich eine Massage (Rücken und Fußreflexzonen) in der TCM-Praxis der Pagode Phat Hue geschenkt. Seit dem Unfall auf Elba habe ich ständig Rückenschmerzen, regelmäßig suchen mich Hexenschüsse heim; bis heute viele Nachtstunden ohne Schlaf, aufgrund der Schmerzen. Das hat inzwischen zu einer heftigen Verspannung im ganzen Rückenbereich geführt. Die Massage war eine tiefgreifende Wohltat für meinen geschundenen Rücken (so fühlt er sich jedenfalls an). Mir ging es noch zwei Tage später total gut und ich war so herrlich entspannt. *wohlig seufz*

Die vollen Lippen – erinnern mich an ein Avatar, das ich mir mal bei Meez gebastelt habe. Im Anhang zu bewundern. Oups, sehe gerade, dass ich da so eine Art Konfirmandenkleid trage! :-))

Vielen Dank für Deine ergiebige Mail! Eigentlich hatte ich Dir hier vorhin einen schönen Sonntag gewünscht. Aber jetzt, wo ich endlich sende, ist es dafür etwas spät. Also, einen guten Start in die Woche!