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Zum ersten Mal Busfahrerin

Traum:
Heute lenke ich den Bus – zum ersten Mal. Ein gutes Gefühl. Und es braucht nicht lang, da habe ich ein gutes Gefühl für das Fahrverhalten entwickelt. Ich steuere gerade eine Haltestelle in ländlicher Umgebung an, wo eine Reihe von Schulkindern wartet. Toll, wie der Bus genau die Spur fährt. Der weite Raum des Busses verleiht zudem ein neues Fahrgefühl. Der Rücken ist frei, und mein Atem kann sich Raum nehmen. Aber genau in dem Augenblick, da ich den Bus bei den Schülern zum Stehen bringen will, springt Mike von hinten heran, greift mir ins Lenkrad und reißt den Bus um 180° herum! Gleichzeitig legt er eine graue Radkappe mitten auf das Lenkradkreuz. Diese Sache mit der grauen Radkappe, die nun wie ein Deckel auf dem Lenkrad liegt, mag ich mir ja noch gefallen lassen, auch wenn ich es überflüssig finde. Ich meine sogar, dies bei anderen Busfahrern schon gesehen zu haben. Über die Funktion weiß ich nichts genaues, hielt es bis dato für einen persönlichen Spleen der Fahrer, die ihrem Arbeitsplatz auf diese Weise einen persönlichen Touch geben wollen. Was mich an dieser Aktion jetzt stört ist, dass Mike mir dazwischenfunkt, wo es doch gerade bestens läuft! Was soll das? Ich lenkte den Bus wie gezirkelt, ich war konzentriert und völlig wach. Es gibt also keinen ersichtlichen Grund für sein Eingreifen. Irgendwas muss ich übersehen haben, so dass Mike überzeugt davon ist, mich hiervon abhalten zu müssen. Es scheint ihm offensichtlich zu gelingen, denn ich glaube nicht, dass ich die Schüler nun noch einsammeln kann. Diese Gelegenheit ist vorüber gegangen.

Rand-Notiz:
Mikes Erklärung für sein Verhalten in meinem Traum: „Aber Du weißt doch, in meinen Träumen ist immer Gott der Busfahrer. Ich lasse Dich doch nicht Gott spielen!“

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