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Physalis im All

Traum vom 31. Januar 2007
Jemand und ich sitzen in einer geräumigen Kapsel. Es ist ein hauchzarter Körper, der uns umfängt. Von der Form her erinnert er an eine Physalis, wobei es flexible Speichen sind, die von einer feinen Seidenhaut überzogen sind. Diese Kombination ergibt einen federleichten aber doch stabilen Raum. 'Physalis im All' von Traumzeit Die Seidenhaut ist wie mit Licht aufgeladen und erhellt die Kapsel von innen. Eine Schnur aus Seide führt von ihr hinab, wie ein Stängel zur Erde. Ganz sachte, kaum spürbar ist das Wiegen im Raunen der Atmosphäre. Wir haben uns hierher zurückgezogen, um zu sprechen. Es ist ein guter Ort, um gemeinsam Buchstaben aus der Ursuppe zu teilen. Wir sitzen im Schneidersitz. Unser beider Schoß ist mit Energien gefüllt, die unseren Erfahrungen entspringen. Sie sprudeln quasi hervor, bilden einen friedlichen See in den schalenförmig gelegten Beinen, und es ist ein ruhiges Teilen.

Dann und wann – mitten im Gespräch – erinnern wir einander an eine Gegebenheit: Die Kapsel hat eine streifenförmige Öffnung rundum. Sie gewährt Ausblicke. Hier oben ist stete Achtsamkeit wichtig, sonst läuft man Gefahr, durch die Öffnung herauszufallen. Ich sitze im Augenblick mit dem Rücken zu dieser offenen Spalte, werfe einen Blick hin und nicke lächelnd… Ja, ich habe es nicht vergessen… Dabei werde ich nochmals der vertrauten Schnur gewahr, die zur Erde führt.

… dennoch erwacht
das Träumen des Sonnenlichts
unter der Berührung des Mondenscheins.

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