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Angstschisser

Traum vom 4. August 2009

Mike und ich fahren auf der Autobahn durch Nacht und Nebel; Richtung Wismar. Besser gesagt, wir fuhren, denn momentan halten wir mangels Standspur auf einem schmalen Grünstreifen neben den Leitplanken; mit der Fahrerseite teils auf der Fahrbahn stehend. Im nebeligen Dunkel vor uns sind unzählige weitere Fahrzeuge zu sehen. Allen ist ein ähnliches Malheur oder ein Unfall passiert – vielleicht liegt es an diesem Streckenabschnitt. Aufgrund des Nebels ist bei niemanden die Beleuchtung zu erkennen. Mike, der am Steuer sitzt, ist im Begriff auszusteigen. „Bist Du wahnsinnig!!“ rufe ich aus, lege die Hand auf seinen Arm, um darauf aufmerksam zu machen, dass die anderen noch fahrenden Verkehrsteilnehmer von dieser Unfallstelle kaum etwas sehen, da könne er nicht direkt zur Fahrspur hin aussteigen, ohne sich in Lebensgefahr zu bringen. Doch er meint gelassen, ich sei mal wieder übertrieben ängstlich. Mit schnellen Engelszungen rede ich weiter auf ihn ein, erkläre, dass dies ein ungünstiger Ort zum Aussteigen sei. Wenn möglich, sollten wir doch lieber noch ein Stückchen weiterfahren!

Wir erreichen eine Raststätte. Ich betrete die Waschräume, wickele dann mein männliches Baby in einem Gemeinschaftswickelraum. Die Wickelraumfrau sagt, sie habe heute so viel zu tun, es seien gar keine Ersatzwindeln mehr vorrätig. Erschöpft sinkt sie auf einen einfachen Stuhl. Sie wirkt müde, verstärkt wird dieser Eindruck durch den Schein der baumelnden nackten Glühbirne, der von oben auf ihr Gesicht fällt. Ich sehe, dass mein Baby nur einen ganz kleinen Pups machte, der sich weit oben am Rand der Windel befindet. Um der Wickelraumfrau nicht noch mehr Arbeit zuzumuten, entschließe ich mich, die Windel nicht zu wechseln, sondern den kleinen Fleck mit einem Stück Küchenkrepp abzuwischen. Nebenher erfahre ich weitere Einzelheiten: Offenbar gab es im näheren Umkreis der Raststätte einen Unfall und sämtliche Wickelkinder die in den Fahrzeugen auf der Autobahn unterwegs waren, schissen sich daraufhin gleichzeitig in die Windel. So kamen dann fast zur gleichen Zeit alle in den Wickelraum dieser kleinen Raststätte. So viel Scheiße… Die Wickelraumfrau erwähnt den Gestank. Oh ja, nun bemerke ich es auch. Ich frage mich: Wie hält man das nur den ganzen Tag aus?

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